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Viele Häuser für kleine Forscher

Viele Häuser für kleine Forscher

Das Haus der kleinen Forscher im Ratssaal der Stadt Bitburg: Großes Interesse haben 60 Erzieherinnen aus 28 Kindertagesstätten an der Informationsveranstaltung gezeigt, zu der die Geschäftsführerin der VHS Bitburg und lokale Netzwerkkoordinatorin Michaela Böhm eingeladen hatte. Vorgestellt wurde die bundesweit tätige Stiftung, die das Interesse von Kindern an Naturphänomenen wecken soll.

Bitburg. Ziel der Stiftung Haus der kleinen Forscher ist es, die Begeisterung drei- bis sechsjähriger Mädchen und Jungen für natur-wissenschaftliche und technische Phänomene zu wecken und zu fördern. Kindern soll verstärkt die Möglichkeit gegeben werden, ihre Fragen über die Natur zu stellen und sie in Form von Experimenten mit Alltagsgegenständen beantwortet zu bekommen, Entdeckerfreude und Interesse an Naturphänomenen zu entwickeln. Dass es dabei zu unterschiedlichen Antworten kommen kann und darf, nehme den Leistungsdruck und fördere die Kreativität bei den Kindern, erklärte Rosemarie Tyllack, Koordinatorin der Stiftung für die Netzwerke in Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen.
Erzieherinnen experimentieren


Sie wies darauf hin, dass die Initiative auf Nachhaltigkeit setze, es also keine zeitliche Begrenzung gebe. "Gut, dass die Volkshochschule das in die Hand genommen hat", sagte eine Teilnehmerin. In vielen Regionen Deutschlands gibt es bereits lokale Netzwerke, nun ist auch eines in Bitburg aktiv. Koordinatorin ist die Geschäftsführerin der Volkshochschule (VHS), Michaela Böhm, pädagogische Leiterin Agnes Hackenberger.
Der Informationsabend diente auch dazu, Fragen zu stellen. Die Erzieherinnen interessierte, welche Modalitäten es für die Teilnahme an den Workshops gebe. Einen ersten Eindruck über Inhalte und Methoden der Workshops konnten sie bereits im Rahmen der Infoveranstaltung gewinnen: Sowohl die Koordinatorin Rosemarie Tyllack als auch die zukünftigen Trainerinnen Nina Nünning und Susanne Schnichels luden die Erzieherinnen ein, herausfinden, wie man mit Plastikröhren Töne erzeugen kann, ein Salz-Pfeffer-Gemisch trennen kann und welches Verhalten eine Flüssigkeit beim Umfüllen von einer Flasche in eine andere entwickelt.
Die motivierenden persönlichen Erfahrungen bei der Durchführung der Experimente und das insgesamt stimmige Konzept nahmen einige Teilnehmerinnen zum Anlass, das Anmeldeformular zu den Workshops unmittelbar im Anschluss an die Veranstaltung auszufüllen und abzugeben. Doch auch weiterhin besteht für Erzieherinnen aus der Eifel und den angrenzenden Regionen die Möglichkeit, sich zu den Fortbildungsworkshops des neuen lokalen Netzwerks VHS Bitburg anzumelden. Ab August werden die ersten Workshops mit den Trainerinnen Gabi Carus, Nina Nünning und Susanne Schnichels anlaufen. In diesen werden die Erzieherinnen dann erfahren können, wie sie die natürliche Begeisterung an naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen bereits bei Drei- bis Sechsjährigen fördern können.
Konzept auch für Grundschulen


Ein weiteres Anliegen der Kitas ist die Kooperation mit den Grundschulen. Die Intention der Kitas und Schulen und die Pläne der Stiftung Haus der kleinen Forscher gehen da konform: Denn bereits seit Anfang des Jahres werde das Konzept auch für Kinder im Grundschulalter weiterentwickelt, erklärte Rosemarie Tyllack. Ein Ansatz, der im Hinblick auf einen gelingenden Übergang zwischen Kita und Grundschule nötig und sinnvoll sei.
Nina Allar, Leiterin der Kita Liebfrauen aus Bitburg, sagte: "Die Möglichkeit, Experimente mit wenig Materialaufwand durchzuführen und dabei Sprach-, Lern- und Sozialkompetenzen und feinmotorische Fähigkeiten bei den Kindern weiterzuentwickeln, entspricht voll der neuen Konzeption in vielen Kindertagesstätten."
Weitere Informationen: VHS Bitburg, Michaela Böhm, Telefon 06561/6001-225, E-Mail: boehm.a@stadt.bitburg.de
Anregungen für Experimente mit Kindern gibt es auf der Internetseite www.haus-der-kleinen-Forscher.de sowie im Buch "Das Haus der kleinen Forscher", das im Rowohlt-Verlag erschienen ist.