Vielfältige Episoden

Mit dem schönen Attribut "Medienschule" darf sich die Prümer Astrid-Lindgren-Schule in Zukunft schmücken. Die Auszeichnung der Nikolaus-Koch-Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung haben insgesamt vier Schulen in der Region Trier erhalten.

Prüm. (ch) Stars in ihrem eigenen Film: Das sind die Schüler der Prümer Astrid-Lindgren-Schule. Das zweistündige Mammutwerk "Als Pippi Langstrumpf in die Schule kam" wurde von einer Projekt-Gruppe im vergangem Schuljahr selbst gedreht und hat das Selbstverständnis der Schule zum Thema.

In vielen Episoden vom Schulausflug nach Cochem bis zum Musikunterricht bekommt der Zuschauer einen spannenden Einblick in die Arbeit der Förderschule. Der letztjährige Schülersprecher Thomas Kops hat dabei die Rolle des Schulführers übernommen. "Die Arbeit hat viel Spaß gemacht", sagt Kops. Für die Schüler hieß es, die Drehorte auszusuchen, Interviewtermine zu organisieren und die Szenen abzudrehen.

Die einzelnen Klassen haben sich für ihre Episoden überlegt, wie sie sich darstellen möchten. Praktische Unterstützung bekam die Filmgruppe dabei vom Offenen Kanal und dem Haus der Jugend in Daun.

Aufseiten der Lehrerschaft hat Michael Richter die Projektleitung übernommen und sich den großen Herausforderung gestellt, das in einem Jahr entstandene Material auf zwei Stunden zusammenzuschneiden.

Das fertige Endprodukt wurde jetzt der versammelten Schülerschaft und den Eltern vorgeführt, die ihn mit Begeisterung feierten. Von der Nikolaus-Koch-Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung wurde die Astrid-Lindgren-Schule zusammen mit drei weiteren Schulen in der Region Trier im Rahmen der Initiative "Medienschulen - mit Medien leben und lernen" für ihre medienpädagogische Ausrichtung gewürdigt.

Die Schüler erhielten auf der Veranstaltung im Kulturzentrum "Broadway" einen Kompetenznachweis - den Medienpass. Er bescheinigt ihnen, was sie bei der Umsetzung ihres Medienprojekts gelernt haben. Jede der vier Schulen trägt nun außerdem den Titel "Medienschule in der Region Trier".

Der SWR zeigte sich ebenfalls beeindruckt und unterstützte das Projekt mit der sogenannten "Tigerenten-Box", die neben anderem Dingen eine Filmklappe enthielt.