Vier Wochen, zwei Bühnen und eine schwarze Null

Vier Wochen, zwei Bühnen und eine schwarze Null

BITBURG. (lars) Dank starker Sponsoren hat sich das neue Bitburger Weihnachtsmarktkonzept auch finanziell als tragfähig erwiesen. 2006 soll die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden.

Vier Wochen lang hatten die Buden beim Bitburger Weihnachtsmarkt täglich geöffnet, täglich gab es Musik und Unterhaltung auf zwei Bühnen in der Innenstadt. Als die Verantwortlichen des Gewerbevereins dieses Konzept im Herbst präsentierten, gab es viele, die nicht glaubten, dass daraus ein Erfolg werden könnte. Mancher äußerte gar Befürchtungen, dass die im vergangenen Jahr neu gewählte Führung den Verein mit dem ersten Großprojekt an den Rand des finanziellen Ruins bringen könnte. Daran, dass der neu konzipierte Weihnachtsmarkt ein Publikumserfolg war, bestand schon im Dezember kein Zweifel mehr. Das Programm hatte mindestens 30 000 Besucher in die Stadt gelockt (der TV berichtete). Nachdem der Gewerbeverein nun die Abschlussbilanz vorgelegt hat, sind auch die Unkenrufe zur Finanzierbarkeit des Marktes verstummt. Kassierer Edmund Mayer legte bei der Abschlussbesprechung zum Weihnachtsmarkt, zu der mehr als 60 Gewerbetreibende aus der Innenstadt gekommen waren, die Zahlen vor: Ausgaben von 48 500 Euro stehen bisher Einnahmen von 51 000 Euro aus Standgebühren, Spenden und Sponsoren-Beiträgen gegenüber.Die Hälfte der Kosten durch Sponsoren gedeckt

Wenn die letzten Rechnungen beglichen sind wird laut Mayer eine "schwarze Null" in der Bilanz stehen. Rund die Hälfte aller Kosten wurden nach Angaben des Vereins von Sponsoren, allen voran den Hauptunterstützern Bitburger Brauerei, Sparkasse, Volksbank und McDonald's, gedeckt. Entscheidend war daneben aus Sicht von Gewerbevereinschef Edgar Bujara auch der ehrenamtliche Einsatz aus den Reihen der Gewerbetreibenden, die zusammen mit ihm und dem sechsköpfigen Organisationsteam (Stefan Bohl, Werner Schmitz, Cornell Voigt, Johannes Alff, Hans Joachim Kurth und Björn Kaiser), den Erfolg erst möglich gemacht hatten. "Man hat ein neues Wir-Gefühl gespürt", sagt Bujara und will bei der weiteren Arbeit des Vereins in diesem Jahr auf diesen Erfolg aufbauen. Ähnlich positiv wurde bei der Abschlussbesprechung die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und Bauhof bewertet. Die Runde der Gewerbetreibenden war sich einig, dass die Erfolgsgeschichte in diesem Jahr weiter geschrieben werden soll. Mit kleinen Verbesserungen - einem breiteren Raum für die Weihnachtsverlosung, angepasster Lautstärke der Beschallung und einheitlichem Schmuck für die Bäume in der Stadt - soll es 2006 einen Weihnachtsmarkt in gleicher Größenordnung geben. "Wenn uns die Sponsoren erhalten bleiben, wollen wir noch einen obendrauf setzen", verspricht Bujara elf Monate vor dem voraussichtlichen Start des nächsten Bitburger Weihnachtsmarkts am 25. November. Unter anderem soll eine sechs Meter hohe Weihnachtspyramide die Innenstadt schmücken. Zudem werden sich die Organisatoren besonders um den oberen Teil der Fußgängerzone rund um die Liebfrauenkirche bis zur Kölner Straße kümmern. Eine der Ideen für diesen Bereich ist, dass dort eine Zeltstadt mit Gauklern aller Art entstehen könnte. Beibehalten werden sollen in jedem Fall der Einsatz des Bähnchens Benni, das die Gäste durch die Innenstadt und zum Weihnachtsmarkt auf dem Flugplatz fuhr, das Bitburger Christkind und der verkaufsoffene Sonntag am Startwochenende des Marktes. Bei der Abschlussbesprechung wurde zudem Sandra Scharbillig vom Modehaus Wald für die schönste Schaufensterdekoration zur Weihnachtszeit vom Gewerbevereins-Vize Hans Joachim Kurth ausgezeichnet.