Virtuos und sensibel

Mit einem Klavier-Recital beginnt das Programm der neuen Konzertsaison des Musikkreises Stadt Wittlich am Samstag, 13. Oktober.

Wittlich. (red) Zu Gast in der Wittlicher Synagoge sein wird beim ersten Konzert der Saison 2007/2008 der Pianist Bernd Glemser. Eine erfreuliche, aber dennoch kuriose Geschichte trug sich 1989 zu: Der junge Pianist wurde zum damals jüngsten Professor Deutschlands berufen. Bernd Glemser, der selbst noch Student beim russischen Pädagogen Vitaly Margulis war, musste daher von der Musikhochschule in Freiburg exmatrikuliert werden, erhielt jedoch den tröstlichen Bescheid, seine noch ausstehenden Examina innerhalb von zwei Jahren ablegen zu dürfen. Glemser war zuvor bis 1987 durch die ganze Welt gefahren und brach absichtslos einen Rekord, der seit 1980 einsam zu Buche steht: Er gewann 17 Wettbewerbe und Spezialpreise in Folge. Mittlerweile konzertiert Bernd Glemser in der ganzen Welt, von Chile bis China, wo er 1996 als erster Künstler aus dem Westen live im Fernsehen spielte. Mit einer außergewöhnlichen Bandbreite des Repertoires, das vom Barock bis zur Moderne reicht, zählt Bernd Glemser heute zur internationalen Pianisten-Elite. Ihm wird nicht nur eine atemberaubende Virtuosität, sondern höchste poetische Sensibilität attestiert. Seine Konzerte werden regelmäßig rund um den Globus ausgestrahlt.Auf dem Programm des Wittlicher Konzertes stehen unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach, Dimitri Schostakowitsch, Frédéric Chopin und Sergei Rachmaninow. Karten kosten 20 Euro, ermäßigt 15 Euro und für Jugendliche fünf Euro.

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