Volksbank Eifel saniert ab Ostern die Prümer Hauptstelle

Finanzgeschäfte : Volksbank Eifel saniert ab Ostern die Prümer Hauptstelle

Die Volksbank Eifel saniert ihre Hauptfiliale in Prüm. Nicht nur die Schalterhalle wird umgestaltet, auch ein neuer Eingang kommt. Und nach dem Vorbild der Bitburger Filiale wird ein Café in die Schalterhalle integriert.

Kaum ist der Schnee abgetaut, kehrt schon das geschäftige Treiben auf den Hahnplatz zurück. Überall wird gebuddelt und gebaut, gegraben und gepflastert – auch an der unteren Hahnstraße nimmt die Platzgestaltung vor der Prümer Hauptstelle der Volksbank Eifel Gestalt an.

Von Ostern an wird dort aber noch mehr Gerät anrücken. Nicht für die Pflaster- und Treppenarbeiten, die dürften dann schon sehr weit gekommen sein, sondern für die Modernisierung des knapp 35 Jahre alten Bankgebäudes. Und die lässt sich das genossenschaftliche Geldinstitut etwas kosten: Mehr als zwei Millionen Euro fließen in die Sanierung.

„Es wird mal wieder Zeit“, sagt Regionalmarktleiter Berthold Thies. „Früher sagte man, dass eine Bank wie diese etwa alle 20 Jahre modernisiert werden muss, der vorige Umbau liegt nun 18 Jahre zurück, die Zyklen werden also kürzer.“

Dass es jetzt schon wieder Zeit werde, liege aber auch daran, dass man noch immer mit der Neuausrichtung des Filialnetzes befasst sei, sagt Vorstandsmitglied Andreas Theis. Das Verhalten der Kunden habe sich einfach so sehr verändert, dass man nun reagieren müsse.

„Unsere Kunden kommen einfach deutlich seltener mit Überweisungen oder ähnlichen Sachen an den Schalter. Sie nutzen dafür die digitalen Angebote“, sagt Theis, und mit der erfolgreichen Einführung der Video-Bankberatung SISy habe man die Schließung von Kleinstfilialen gut auffangen können, ergänzt er. Erstmals flössen in Prüm dann auch alle drei Säulen des neuen Filialkonzepts zusammen. „Es wird eine klassische Filiale geben, mit Schaltern, in einem abgetrennten Bereich, der auch einen eigenen Eingang von Seiten der Kalkstraße bekommt, wird unser Beratungsangebot VR Eins eingerichtet, und auch ein Terminal für die Videoberatung VR SISY wird in der Schalterhalle eingerichtet“, sagt Vorstandsmitglied Michael Simonis.

Neu gebaut wird zudem ein Eingang in der Spiegelstraße. „Dort gab es schon mal einen, wir wollen ihn reaktivieren“, sagt Simonis. Etwa zwei Millionen Euro koste der Umbau. Er soll voraussichtlich schon zu Ostern beginnen und noch vor Weihnachten abgeschlossen sein.

Und ja, die Gerüchteküche, die schon seit einigen Wochen in Prüm brodelt, liegt richtig: „Dort, wo heute die Automaten stehen und der Gang in die Schalterhalle führt, werden wir ein Café einrichten. Es soll auch eine Außengastronomie geben“, sagt Theis.

Vorbild für das Konzept sei die Bitburger Filiale. „Dort haben wir sehr gute Erfahrungen mit dem Café gemacht. Wir werden es auch in Prüm nicht selber bewirtschaften wollen und suchen noch jemanden, der Lust hat, das zu machen“, sagt Berthold Thies.

Man habe übrigens auch mit den anliegenden Gastronomen gesprochen: „Da bekamen wir nur Zuspruch“, sagt Thies. „Gerade an den Wochenenden finden wohl Gäste nicht leicht einen Sitzplatz am Hahn.“

Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy begrüßt die Investition. „Ich kann nur sagen, dass ich mich sehr darüber freue. Wenn ich so beobachte, was hier rund um den Hahnplatz und auch in der Verlängerung in der Teichstraße investiert wird, nimmt sich der Umbau des Hahnplatzes fast klein aus.“

Während der Bauphase werde der Betrieb in Teilen in die Geschäftsstelle in der Bahnhofstraße ausgelagert, sagt Theis. Auf dem Parkplatz in der Kalkstraße wird zudem ein Bank-Container aufgestellt, Kundenberatungen werden weiter im ersten Obergeschoss der Hauptstelle möglich sein. Und auch die Hauptkasse und Kundensafes bleiben erreichbar.

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