Volksbank: Eifeler in Trierer Führungstrio berufen

Volksbank: Eifeler in Trierer Führungstrio berufen

2011 ist für die Volksbank Trier das beste Jahr der Firmengeschichte gewesen, haben die Vorstandsmitglieder Karl A. Heinz und Horst Schreiber in der Jahresbilanz-Pressekonferenz erklärt. Neben Zahlen wurde auch ein neues Vorstandsmitglied präsentiert: Der Mettendorfer Norbert Friedrich löst im Juni Wolfgang Junkes ab.

Bitburg/Trier. Eine Personalie prägte die Jahresbilanz-Pressekonferenz der Volksbank Trier. Im Juni wird sich die Zusammensetzung des dreiköpfigen Bankvorstands verändern. Als Nachfolger von Wolfgang Junkes (58), der Ende Mai in Ruhestand geht, hat der Aufsichtsrat Norbert Friedrich (51) berufen. Der aus Mettendorf stammende Diplom-Volkswirt hat sich gegen 56 weitere Bewerber aus ganz Deutschland durchgesetzt und freut sich laut eigenem Bekunden "auf das besonders reizvolle Heimspiel" - und das nicht nur, weil er lediglich zehn Fußminuten vom künftigen Arbeitsplatz entfernt wohnt. "Die Volksbank Trier besitzt in genossenschaftlichen Finanzgruppen einen sehr guten Ruf. Ich möchte dazu beitragen, ihre Position weiter zu stärken."
Die Zahlen von 2011 können sich sehen lassen. Das betreute Vermögen des Geldinstituts lag Ende 2011 um 21 Millionen Euro (2,5 Prozent) über Vorjahresniveau und beläuft sich auf 808 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg um 4,3 Prozent auf 747 Millionen Euro. Privaten Investoren und der mittelständischen Wirtschaft gewährte die Volksbank Trier Kredite im Volumen von rund 165 Millionen Euro. Damit erhöhte sich die Summe der Ausleihungen um vier Prozent auf insgesamt 739 Millionen Euro.
Auch der Mitgliederzuwachs fiel überproportional aus. Ende 2011 zählte die größte Genossenschaftsbank der Region 24 152 Mitglieder - 1212 mehr als ein Jahr zuvor und knapp 3700 mehr als Ende 2006.
Alles in allem ist nach den Worten von Heinz und seines Vorstandskollegen Horst Schreiber (57) das vergangene Jahr das beste in der Geschichte des Unternehmens gewesen. Die reicht bis zur Gründung der "Volksbank der Pfarrgemeinde St. Matthias" anno 1904 zurück. Den Mitgliedern kündigte der Vorstand die Auszahlung einer erneut sechsprozentigen Dividende auf ihre Geschäftsanteile an - vorbehaltlich des Beschlusses der Vertreterversammlung, die am 25. Juni tagt.
Bereits beschlossene Sache sind weitere Investitionen in Geschäftsstellen.
Nachdem 2011 die Filialen in Kordel (für 1,5 Millionen Euro) und Föhren (300 000 Euro) modernisiert wurden, stehen in diesem Jahr die Filialen am Trierer Stockplatz und in Trierweiler auf dem Erneuerungsprogramm.
Die Volksbank betreibt 23 Standorte in Trier, im Kreis Trier-Saarburg sowie in Hetzerath (Kreis Bernkastel-Wittlich) und beschäftigt 240 Mitarbeiter - drei mehr als 2010.
Weitere 25 Mitarbeiter zählen die Tochterunternehmen Immobilien und Versicherungs-Service GmbH. rm.
Extra

Norbert Friedrich, geboren 1960 in Bitburg, legte das Abitur 1979 am Treviris-Gymnasium Trier (TGT) ab. Seine Bankerkarriere startete er nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Trier an der Banque Générale in Luxemburg. Anschließend leitete er im Großherzogtum den Wertpapierhandel bei der Deutschen Genossenschaftsbank und den Rentenhandel der Banque Générale. Die letzten zwölf Jahre arbeitete er in Luxemburg, seit 2001 als Geschäftsleiter der DZ-Privatbank. Friedrich hat zwei erwachsene Kinder. rm.

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