Volksfest: Der Prümer Sommer steht wieder bevor, erstmals auf dem frisch umgebauten Hahnplatz.

Volksfest : Die große Premiere für die neue Prümer Mitte

Da ist er ja schon wieder: Stadt und Verbandsgemeinde haben das Programm für den 28. Prümer Sommer präsentiert. Zur großen Eröffnungsfete am letzten Junisonntag geht’s endlich wieder auf den Hahnplatz – und die Oldtimer sind auch zurück.

Sie wurden ja doch sehr vermisst: Die schönen alten, mittelalten und noch gar nicht so alten motorisierten Karossen, die bis 2015 verlässlich über den Hahnplatz rollten, immer ein Höhepunkt bei der Eröffnung des Prümer Sommers am letzten Junisonntag.

Wegen des Platzumbaus ging das in den vergangenen Jahren nicht (der TV berichtete). Aber jetzt: Der „Hahn“ ist beinah fertig, also können sie wieder, die Parade wird wie immer organisiert vom Motorsportclub Prüm.

Von noch mehr Rückkehrern zur Eröffnung des Volksfests am Sonntag, 30. Juni, erzählen bei der Pressekonferenz zum bereits 28. Prümer Sommer die Verantwortlichen, Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy, Touristiker Georg Sternitzke und Organisator Manfred Schuler von der Verbandsgemeinde: Das Sinfonische Blasorchester Bitburg-Prüm etwa werde um 19 Uhr traditionell das große Schlusskonzert des Tages spielen, natürlich vor der Basilika, endlich wieder.

Ebenfalls lange nicht dort gesehen: die Jungs von der Prümer Band Sockenschuss. Um 14 Uhr spielen auch sie und seien froh, sagt Manfred Schuler, „dass sie als Prümer Band den Hahnplatz mit eröffnen können“. Eine Stunde früher: der Oldtimercorso, Schuler dankt vor allem Wolfgang Heller vom Motorsportclub, der wieder um die 50 Teilnehmer in die Stadt geholt habe.

Was gibt’s noch am Starttag? Zum zwölften Mal das Jugendmusikfest am Tiergartenplatz, acht Formationen sind dabei, obwohl dann bereits Ferien sind. Verkaufsoffene Geschäfte, Märkte und natürlich die Cafés und Restaurants, die sich genauso über viele Besucher freuen wie die Organisatoren.

Ja, und dann geht das Donnerstagsprogramm los, achtmal bis zum Finale am 22. August, wie immer mit Programm für die Kleinen von den Kindertagesstätten um 18 Uhr. Auch der Trierische Volksfreund präsentiert einen Abend – den zweiten, am 11. Juli, mit „Cowboy Bob and Trailer Trash“ aus Leipzig, „die eine ganz fantastische Musik“ mache, sagt Schuler. Als er sie mit seinen Kollegen bei einem Ausflug gesehen habe, sei jeder überzeugt gewesen: „Die passen auf den Prümer Sommer, die nehmen wir.“ Und sie nahmen sie.

Drei Wochen danach können sich alle dann gaaanz locker machen, dann weht der Ganja-umnebelte Geist Bob Marleys von der Bühne: „Marley’s Ghost“ spielen, und wer weiß, vielleicht darf man ja dann auch ein bisschen kiffen? Schuler grinst: „Zum Thema Jugendschutz und Polizeikontrollen sag ich gleich noch zwei Sätze.“ Die Bürgermeisterin nimmt’s lässig: „Ich hab noch Pfeifen von Sankt Martin, geb ich dann aus.“

Aber im Ernst: Die Kontrollen werden noch einmal verstärkt, weniger wegen des ein oder anderen Joints, sondern vor allem, um etliche ärgerliche Entwicklungen einzudämmen. Die ausufernden Privatpartys jenseits des Festplatzes, die Alkoholauswüchse, die Randale. Es sei einfach schade, sagt Schuler, wenn 3000 Menschen friedlich feierten und dann in der Nacht vielleicht fünf davon Mist bauten. Also: Kontrollen. Zumal man ohnehin den geduldigen Anliegern nicht noch mehr Stress zumuten wolle.

Die Mischung ist wieder bunt, darauf legen sie Wert, wenn auch nicht jedem alles gefallen muss. Wie bunt, zeigt der Blick auf den 25. Juli und den 8. August: Zuerst bringen „Achtung Baby“ die Songs von „U2“ auf die Bühne, danach präsntiert die Eifeler Sängerin Laura Heinz ihre Helene-Fischer-Show.

Der Prümer Sommer: „Ich hab das Gefühl“, sagt Mathilde Weinandy, „kaum ist einer vorbei, ist der nächste schon wieder da.“ Aber das geschehe eben nicht von selbst. Sondern weil so viele sich dafür reinhängen: „Es kann sich keiner vorstellen, was da alles geschultert werden muss.“ Und von wie vielen: Weshalb sie auch allen dankt, von Schuler über den Arbeitskreis Prümer Sommer bis zum städtischen Bauhof, den Touristikern, den Wirten Werner Arens und Markus Pint und den Sponsoren. Denn deretwegen müsse schießlich niemand Eintritt bezahlen.

Georg Sternitzke erinnert daran, dass das Fest auch für die Besucher der Stadt und des Umlands wichtig sei – zumal viele von weit her kämen und sogar ihre Urlaubs- und Ausflugsplanung danach ausrichteten: „Weil dieses Programm sich rundgesprochen hat.“ Und weil der Prümer Sommer längst etabliert sei, bringe er eben auch Wertschöpfung, also Geld, in die Stadt.

Auf geht’s also, in gut vier Wochen: Der 28. Prümer Sommer beginnt wieder.

Endlich Prümer Sommer, endlich sind die Oldtimer zurück: am Sonntag, 30. Juni, brummen sie wieder über den Platz. Foto: g_pol1 <g_pol12@volksfreund.de>

Das vollständige Programm findet man im Internet unter
www.pruemer-sommer.de

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