Volksfest in der Eifel: Der Prümer Sommer ist eröffnet

Volksfest : Heiß, heißa, Prümer Sommer

Das jährliche Volksfest in der Abteistadt hat begonnen. Den ganzen Sonntag lang brummte das Programm im Zentrum, in Niederprüm und in Dausfeld, von Donnerstag an laufen die Konzertabende.

Das passendste Kennzeichen hat der feuerrote Morgan plus 8 aus Bergisch-Gladbach: „GL-UT“. Wie wahr: Es ist noch keine 11 Uhr am Sonntagmorgen in Prüm aber die Sonne hat dem Städtchen schon einen mächtigen Hitzedeckel verpasst.

Der Morgan ist einer von mehr als 70 Oldtimern, die von den Organisatoren des Motorsportclubs Prüm diesmal, nach drei Jahren Umbaupause, rund um den Hahnplatz geparkt wurden. Sieht bestens aus.

Schon früh am Sonntagmorgen bestaunt: die Oldtimer am Hahnplatz bei der Prümer-Sommer-Eröffnung. Foto: Fritz-Peter Linden

Offizieller Beginn des Eröffnungstags beim Prümer Volksfest ist zwar erst um 11 Uhr. Aber schon deutlich früher sind die ersten Besucher im Städtchen. Erstens, weil man um die Zeit in den Cafés noch locker ein Plätzchen bekommt, zweitens, weil es da noch nicht ganz so brütend, glühend, brennend heiß ist wie schon bald darauf. Und, natürlich, weil es schon viel zu bestaunen gab: Die Oldtimer eben.

Prümer-Sommer-Eröffnung: Die ersten Besucher sind früh da. Foto: Fritz-Peter Linden

Der Krammarkt ist ebenfalls gestartet. Um 12 Uhr öffnen auch die Prümer Geschäfte für den Sonntagseinkauf, um 13 Uhr rollen die Oldtimer im Corso durchs Zentrum. Begrüßt werden sie von Stadtrat Markus Fischbach, der nach langer Pause endlich wieder diese Aufgabe übernehmen kann und das wie immer entspannt und freundlich wegmoderiert. Diesmal im Tandem mit dem neuen Stadtbürgermeister Johannes Reuschen, der jedem der vorbeituckernden Teilnehmer ein Präsent aus der Stadt reinreicht.

Schon früh am Sonntagmorgen bestaunt: die Oldtimer am Hahnplatz bei der Prümer-Sommer-Eröffnung. Foto: Fritz-Peter Linden

Dann ist die Parade vorüber, Reuschen dankt und begrüßt noch einmal offiziell alle Besucher und kündigt gleich den Auftritt der Prümer Jungs von „Sockenschuß“ an, die auf der Bühne am Hahnplatz Kölsche Lieder servieren. Auch das: sehr schön. Und zum Glück hilft den Musikern ein taktisch klug platzierter Ventilator, der wenigstens ein bisschen Kühle rüberpustet.

Kölschgenuss mit Sockenschuß: Die Prümer Band auf dfer Bühne am Sonntag. Foto: Fritz-Peter Linden

Außerdem: Kinderflohmarkt, Jugend-Musikfestival am Tiergartenplatz und um 19 Uhr das Abschlusskonzert des Symphonischen Blasorchesters Eifel vor der Basilika. Und wem das alles immer noch nicht reichte, der konnte gleichzeitig auf dem Prümer Ausstellungsgelände beim Antik- und Trödelmarkt rumtrödeln.

Foto: Fritz-Peter Linden

Meistgenutztes Accessoire an diesem wirklich heißen Tag: Sonnenhüte. Oder anderer Schutz. Weshalb auf dem Hahnplatz Anne-Katrin Laures, die noch amtierende Prümer Karnevals-Jungfrau, auf die Frage nach ihrem Urteil über die Eröffnung zuerst auch nur ein Wort hat: „Heiß!“ Und, ja: „Hier fehlt ein bisschen Schatten.“ Obwohl sie trotzdem den neuen Hahnplatz „sehr schön gemacht“ findet. Julia Hermans sekundiert: So „ein schöner, dicker Baum“, der wäre dann doch gut gewesen. Aber auch ihr gefällt der neue Platz – und sie freut sich, „dass die erste Band, die hier spielt, Lokalmatadoren sind“.

Foto: Fritz-Peter Linden

Die Stadt ist unterdessen schön voll mit Besuchern, alle Cafés und Gasthäuser haben ordentlich zu tun. Aber es ist wirklich so was von heiß, vermutet auch Julia Hermans, dass viele doch dann eher das Planschbecken vorgezogen haben.

Nicht schlimm. Das große Volksfest, dem jetzt noch zwei Monate lang Konzerttermine bis in den August folgen werden, ist gestartet. Auf also in die 27. Ausgabe.

Der Prümer Sommer geht an den acht folgenden Donnerstagen weiter, auf der Bühne vor dem Rathaus der Verbandsgemeinde. Den Auftakt machen am 4. Juli die Bombshells mit alten und neuen Rocksongs. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr, schon von 18 Uhr an kümmern sich die Erzieherinnen der Kindertagesstätte Niederprüm um die noch ganz jungen Besucher.

Der Trierische Volksfreund präsentiert eine Woche darauf, am Donnerstag, 11. Juli, die Band Cowboy Bob and Trailer Trash.

Mehr von Volksfreund