Umfrage: Volksfreund-Redakteure erinnern sich: Lego

Umfrage : Volksfreund-Redakteure erinnern sich: Lego

Zugegeben, meine Lego-Tage sind schon sehr lange vorbei. In den 1970er Jahren war Lego auch ein Spielzeug, das Jungs und nicht Mädchen geschenkt bekamen. Leider!

Aber meine beiden Brüder hatten jede Menge davon und so baute ich leidenschaftlich Häuser und Pyramiden mit Fenstern und Türen und Dächern. Nicht gerade sehr fachfräuisch, aber mit Spaß am Kreieren von Gebäuden, die jeden Architekten vor Neid erblassen lassen hätten. Lego war und ist einfach toll. Das Einfachste ist oft das Beste.

Verona Kerl

Die graue Lego-Kiste, die mein Opa gezimmert hat, ist untrennbar mit den Erinnerungen an meine Kindheit verbunden. Damals waren die teuren Star-Wars-Nachbauten noch jenseits jeder Vorstellungskraft. Mit einfachen Steinen wurden dennoch kreative Träume wahr. Die gut gefüllte Kiste, inzwischen 50 Jahre alt, habe ich immer noch. Die Fächer müsste ich allerdings wieder einmal neu sortieren.

Rainer Neubert

Ich habe zuhause zwar nicht die original Legosteine gehabt, aber mit der Billigvariante konnten meine Schwestern und ich auch stundenlang riesige ägyptische Pyramiden bauen. Darin haben dann unsere Puppenstuben-Figuren Abenteuer erlebt. Das Schlimmste war, wenn man bei Nacht auf einen vergessenen Stein getreten ist. Das tat weh!

Katharina Fäßler

Mein 16 Monate älterer Bruder und ich hatten in den 60er Jahren so gut wie kein gekauftes Spielzeug. Wir spielten fast immer draußen. Umso spannender war die große Holzkiste mit Legosteinen, die wir an kalten und regnerischen Tagen hervorholten. Unser Vater brachte von einem Kunden aus dem Ruhrgebiet immer wieder Legosteine mit. Wir bauten weiße Häuschen mit roten Fenstern und einem roten Dach, vor allem aber kleine Lkw. Auf dem PVC-Boden unserer Wohnküche waren schwarze Linien eingezeichnet, die uns als Straßen dienten.
Winfried Simon

Als ich klein war, Ende der 1970er, brachte Lego die Serie Fabuland heraus. Ich liebte die niedlichen Tiere in Menschengestalt und baute aus Holzklötzen und Legosteinen riesige Bauernhöfe, die per Brio-Holzeisenbahn mit den Bauernhöfen meiner Schwester in deren Teil des Kinderzimmers verbunden waren. Wie gerne wäre ich meine Schwester und ihre Farm mit Holzlok, Löwe und Schafi besuchen gefahren – aber darauf hatte sie keine Lust. Während für mich der Aufbau bloß lästiges Mittel zum späteren, eigentlichen Spiel war, bestand für meine technisch interessierte, fünf Jahre ältere Schwester der Reiz vor allem im komplizierten Zusammensetzen der Legosteine. Ich war enttäuscht – und der Frieden im Kinderzimmer dahin.

Christiane Wolff

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