Vollsperrung der L 34 bei Kyllburg verursacht große Umsatzeinbußen bei Händlern

Verkehr : Vollsperrung der L 34 bei Kyllburg verursacht große Umsatzeinbußen bei Händlern

Stadtbürgermeister Wolfgang Krämer ist besorgt: Im Kyllburger Einzelhandel und in der Gastronomie werden Umsatzeinbußen von 50 Prozent beklagt. Grund: Die Vollsperrung der L 34 zwischen Kyllburg und Malberg. Eine autofahrerfreundliche Lösung ist nicht in Sicht.

„Es wird eng“, schreibt Krämer in einem Aufruf auf der Internetseite der Stadt und auf Facebook an die Bevölkerung von Kyllburg und der umliegenden Orte. „Die Vollsperrung der Landesstraße zwischen Malberg und Kyllburg und obendrein die Sperrung des Radwanderweges sorgen immer mehr für erhebliche, teils existenzielle Probleme für unsere Gewerbetreibenden am Ort“.

Die Stadt setze alles ihr Mögliche daran, die Situation zu entschärfen. Gemeinsam mit den Behörden suche man nach Lösungsmöglichkeiten. In der Diskussion ist dabei eine halbseitige Sperrung mit einer ampelgesteuerten Durchfahrmöglichkeit.

Die wird allerdings vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) als nicht machbar abgelehnt. Bruno von Landenberg: „Die Baulänge beträgt einen Kilometer. Es sind vier Bauabschnitte geplant. Der erste ist der Einmündungsbereich am Ortseingang von Malberg. Der wird in etwa vier Wochen fertig ausgebaut sein und der innerörtliche Verkehr in Malberg ist dann wieder möglich“. Der zweite Bauabschnitt reicht von dort bis zur Einmündung der Parkstraße in Kyllburg. Und genau hier beginnen die Probleme: „Wir finden hier extrem schlechte Bodenverhältnisse vor. Dadurch sind Ausschachtungstiefen von derzeit 170 Zentimeter notwendig“, so von Landenberg. Das schließe aus, dass auf dem verbleibenden Straßenstreifen der Verkehr weiter rollen könne, so der Straßenfachmann. Hier sei die Tragfähigkeit nicht mehr gegeben. Auch stünden gesetzliche Vorgaben zur Sicherheit auf der Baustelle dieser Lösung entgegen.

Im Vorfeld sei ganz genau untersucht worden, wie die Beeinträchtigungen möglichst geringgehalten werden könnten. Dabei waren alle betroffenen Behörden einbezogen. „Auch eine Umleitung über den „Annenberg“ kann nicht realisiert werden. Diese Straße ist zu eng, Begegnungsverkehr in hohem Maße würde zu erheblichen Problemen führen. Außerdem ist die Straße in schlechtem Zustand, insbesondere Stützmauern wären dieser Belastung nicht gewachsen“, erklärt von Landenberg.

Um die Gewerbetreibenden und die Bevölkerung über die aktuelle Situation zu informieren, findet am Montag, 27. Mai, um 10.30 Uhr eine Informationsveranstaltung im „Alten Kindergarten“ am Marktplatz in Kyllburg statt. „Wir setzen auf Information und Transparenz, bitten gleichzeitig um Verständnis“, sagen Stadtbürgermeister Krämer und LBM Vertreter von Landenberg unisono.

In der Bevölkerung wächst unterdessen der Unmut. Die einen beklagen die fehlende Verbindung und die langen Umwege, die Gewerbetreibenden Umsatzeinbußen und die Anlieger am „Annenberg“ das erhöhte Verkehrsaufkommen, resultierend vermutlich aus der Sperrung.

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