Vom Klassenzimmer ins Filmstudio

Vom Klassenzimmer ins Filmstudio

Schüler der Klasse 9a des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums in Münstermaifeld sind unter die Filmemacher gegangen. Die Sieger beim Junior Award im Rahmen von Tatort Eifel haben mit den Dreharbeiten zur Verfilmung einer Krimigeschichte begonnen. Der Streifen beschäftigt sich mit dem Thema Cyber-Mobbing.

Daun/Münstermaifeld. Am Dauner Verkehrsgarten geht\'s blutig zu. Moritz Machwirt hat Wunden im Gesicht und am Bein. Nach dem Fahrradunfall mit einem Auto kümmert sich Paula Mertes um den Verletzten, ebenso einige Männer vom Roten Kreuz und die beiden Oberkommissare Markus Lamberty und Wolfgang Slupek von der Polizeiinspektion Daun.Was wie Ernst aussieht, ist gespielt. Eine Szene für einen Film. Denn Moritz Machwirt und Paula Mertes sind Schüler des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums Münstermaifeld und drehen hier mit "richtigen" DRKlern und Polizisten einen Krimi. Umgesetzt wird eine Geschichte über Cyber-Mobbing, mit der die beiden sowie zehn weitere Schüler den Junior Award im Rahmen von Tatort Eifel gewonnen haben. Krimiautor Ralf Kramp hatte die ersten Zeilen der Kriminalgeschichte vorgegeben, die die Schüler vollendeten. Nun darf das Team um Charlene Billigmann, Eva Pinger, Michelle Weiler und Paula Mertes seine eigene Geschichte professionell in einem Film umsetzen und für eine Woche in einem Hotel in Daun wohnen.

Regisseur Manfred Schwabe, führt die Jugendlichen in die Materie ein und erklärt jede Szene genau. Gedreht wird im Schulhof des Thomas-Morus-Gymnasiums, im Café Schillinger, in der Schutzhütte am Firmenich, im Krankenhaus, am Verkehrsgarten sowie im Haus der Familie Lange in Boverath. Etwa 80 Prozent des Films sollen die Schüler selbst drehen, vertonen und schneiden. Für die einzige "blutige" Szene im ganzen Film gab es fachkundige Hilfe: Sascha Singh vom Roten Kreuz hat Moritz Machwirt eine Schürfverletzung an der Backe und eine Wunde am Bein gebastelt. HG
Filmpremiere ist am 21. September im Kinopalast Vulkaneifel in Daun.