Vom Mississippi ins Prümer Land

Vom Mississippi ins Prümer Land

PRÜM. (kth) Bereits zum dritten Mal weilt eine Delegation aus Prüms Partnerstadt Fort Madison in der Abteistadt, und es gefällt denn Amerikanern sehr gut in Prüm und der Region.

Die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Prüm und der Stadt Fort Madison im amerikanischen Bundesstaat Iowa bestehen seit fast sieben Jahren. Die Initiative dazu ging im November 1997 von den USA aus, als ein Städteverschwisterungs-Komitee von Fort Madison der Stadt Prüm eine Städtepartnerschaft vorschlug. Unterstützt wurden die Bemühungen vom Iowa-Europabüro in Deutschland und vom Internationalen Städtepartnerschafts-Komitee in Washington. Die beiden damaligen Bürgermeister der Partnerstädte fixierten die Verschwi-sterung in einem Protokoll, wobei Freundschaft und kultureller Austausch der Bürger beider Städte in den Vordergrund gestellt wurden. Inzwischen hat die Partnerschaft feste Wurzeln geschlagen und trägt in Form von Freundschaften gute Früchte. In Fort Madison gibt es eine Prümer-Straße und in Prüm eine Fort-Madison-Straße. Während bisher zwei Prümer Gruppen die 14 000 Einwohner zählende Kleinstadt am Mississippi besuchten, kam eine amerikanische Delegation nun zum dritten Mal in die Abteistadt. Bürgermeisterin Mathilde Weinandy empfing die zehnköpfige Gruppe im Haus des Gastes. Geführt von Helmut und Erna Büsch wurden am ersten Besuchstag die Sehenswürdigkeiten der Abteistadt besichtigt. Das weitere Wochenprogramm war ausgefüllt mit der Erkundung der Römerstadt Trier und der Volksfreund-Druckerei. Zudem ging es nach Kronenburg und ins Freilichtmuseum Kommern, wo zurzeit eine Ausstellung die Amerika-Auswanderung im 17. Jahrhundert dokumentiert. Die Gäste bekamen auch die Burg Eltz zu sehen und machten bei einer Weinprobe Station in Bernkastel. Im Kontrast zum Aufenthalt in der Weinregion stand die Einkehr bei der Milch-Union Hocheifel und eine Fahrt ins Besucherbergwerk Bleialf. Vor den Resten der Westwallbunker und Höckerlinien in der Schneifel gedachten die Amerikaner ihrer Soldaten, die dort vor 60 Jahren schwere Kämpfe zu bestehen hatten. Beim Abschiedsabend war man sich einig: Die Partnerschaft ist erfolgreich und hat sich weiter vertieft.

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