Vom Pfarrhaus zum Gasthaus

Vom Pfarrhaus zum Gasthaus

Nicht nur die Kirche in Auw an der Kyll wird renoviert, sondern auch das sich unmittelbar anschließende alte Pfarrhaus. Eine Bauherrengemeinschaft ist dabei, das alte Gebäude zu einem Restaurant- und Pensionsbetrieb umzufunktionieren.

Auw/Kyll. Mitten im Dorf, geschützt vom schwarz lackierten historischen Eisenzaun, liegt das ehemalige Pfarrhaus. Die Familien Schäfer und Heck aus Auw sowie die Familie Heinz aus Preist haben das alte Gebäude in Auw an der Kyll im Frühjahr 2007 erworben und stecken viel Arbeit, Geld und Mühe in die Restaurierung der denkmalgeschützten Gemäuer. "Es soll ein Restaurant- und Pensionsbetrieb werden", sagt Roland Heck. Bis 2004 diente das Haus als Wohnsitz des Pfarrers. Nachdem dieser in den Ruhestand ging und die Pfarreien 2005 neu geordnet wurden, verlegte man den Wohnsitz des Pfarrers für die Kirchengemeinde Sülm, Auw und Idenheim nach Sülm, so dass einer neuen Nutzung in Abstimmung mit den kirchlichen Gremien nichts mehr im Wege stand. Derweil sind die Umbauarbeiten in vollem Gang, alles unter dem strengen Auge des Denkmalschutzes. Denn das ortsbildprägende Gebäude stammt aus dem Jahr 1786 und der angrenzende ehemalige Ökonomiebau sogar aus dem Jahre 1764. Bereits im vergangenen Jahr hat sich der Biergarten als Beliebtheit vieler Gäste aufgetan. Und so soll es auch mit dem Restaurantbetrieb werden, hoffen die Bauherren. Im ersten Bauabschnitt wird zurzeit der Pfarrhof umgestaltet sowie das Nebengebäude als Schankraum und Getränkelager umgebaut. Alte Eichenbalken und andere historische Details bleiben erhalten. Der Umbau von Stall und Scheune bestimmt den zweiten Bauabschnitt, der vorsieht, den urigen Gewölbekeller als Gastraum mitzunutzen. Mitte des Jahres soll das Gasthaus eröffnen, Biergarten mit Essensausgabe schon am 1. Mai. Das alte Pfarrhaus werde erst im dritten Bauabschnitt unter die Lupe genommen, berichtet Heck. Im Dachgeschoss und ersten Obergeschoss sollen die Gästezimmer entstehen, während das Erdgeschoss die Frühstücksräume beherrscht. An den Fenstern werden die Läden außen wieder angebracht. Bis 2009 soll auch das geschafft sein und der alte Pfarrgarten hinter dem Haus nach historischem Vorbild mit Buchsbaumwegen und Kräutergarten wieder erstehen. Auch das äußere Erscheinungsbild des Pfarrhauses muss sich den Gesetzen des Denkmalschutzes anpassen. "Die Fenster waren braun und mussten weiß gestrichen werden. Die Außenfarbe muss wie die der Wallfahrtskirche sein", berichtet Heck. Und die ist gelblich bis ockerfarben.

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