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Glaube im Alltag: Vom Vorauslaufen, von Vorläufern und der Vorlaufzeit

Glaube im Alltag : Vom Vorauslaufen, von Vorläufern und der Vorlaufzeit

Ehe ein Apparat in Betrieb geht, ehe eine Sache startet, gibt es einen Probe- oder Vorlauf. Vor Wettkämpfen gibt es Vorläufe zur Qualifizierung für die Hauptläufe, oder wenn Kinder es eilig haben, sagen die Eltern: „Lauf schon mal vor!

Auch der Advent ist ein Vor- oder Vorauslauf in Richtung Weihnachten, Ferien und Urlaub.

Und sozusagen unterwegs kommen wir Johannes dem Täufer auf die Spur. Er ist ein Vorläufer anderer Art. Der läuft Jesus voraus und meldet, dass dieser im Begriff ist zu kommen, dass er einiges verändern wird, dass er eine neue Art von Botschaft weiß, die von Gott kommt.

Ach, wir sind meist wenig über das Eigentliche, das Bewegende und Berührende informiert, über das, was hinter unseren Weihnachtsdekorationen, unserem Geschenkgebaren und Kerzengirlanden und Krippen steckt.

Jesus liegt vielleicht gar nicht in der Krippe. Er sitzt auf dem Bettrand einer Bewohnerin im Pflegeheim und singt mit ihr Lieder aus der Jugend, alle Strophen.

Auf dem Isenheimer Altar in Colmar zeigt Johannes mit überlangem Zeigefinger auf den gekreuzigten Jesus. „Der ist es, auf den sollt Ihr schauen!“

Verlängert euren Blick auf das Volk der Uiguren im Nordwesten Chinas in der Provinz Xiwjang. In 1200 Lagern werden sie vom Regime hinter Wachttürmen wegen ihrer Religion als Moslems gefangen gehalten, werden drangsaliert und müssen ihre Schuld, dass sie an Gott glauben, bekennen und werden nur entlassen, wenn sie der Religion abschwören.

Auf Jesus schauen lernen und ihm unsere leidenden Schwestern und Brüder anempfehlen und anvertrauen, da beginnt auch für uns Advent.