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Von Augenschmaus bis Ohrenweide

Von Augenschmaus bis Ohrenweide

Heiter und ernst, zum Schauen und Hören: Ein großes Spektrum bietet der Schönecker Kulturkreis in der dritten Runde der Kultursommerreihe "Carpe diem - memento mori". Die Ausstellungen beginnen am Sonntag, 27. Juli, in der Galerie des Prümer Krankenhauses und auf dem Schönecker Kunstparcours.

Schönecken/Prüm. Kunst zum Sattsehen: Der Kultursommer Rheinland-Pfalz geht in Prüm und Schönecken mit den neuen Ausstellungen weiter. Einer der Schauplätze: Das St. Joseph-Krankenhaus in der Abteistadt. Dort bietet der Kulturkreis eine Werkschau "mit vielschichtiger, nuancenreicher Malerei" der aus Habscheid stammenden Malerin Angela Junk-Eichhorn.
Im Burgflecken geht es ebenfalls weiter - eine ganze Reihe von Künstlern ist auch bei der dritten Kultursommer-Runde dabei. Und zwar gern: "Es wird zwar selten was verkauft", sagt Hilda Dogan vom Kulturkreis. "Aber das wissen die Künstler." Sie versuche deshalb, jedem einen schönen, respektvollen Empfang und eine angemessene Eröffnung zu bieten.
Bilder, Objekte, Klänge


Das gibt es diesmal zu sehen: In der Schönecker Burgkapelle bleibt die Installation "Zivilisationsmüll - Totentanz" von Clelia Meyer und Klaus Schramm noch bis Mitte August, anschließend stellt der Dackscheider Maler Igor Dörge dort aus.
Im Alten Amt in der Ortsmitte zeigt Christine Kamps aus Leverkusen abstrakte Farbkompositionen, im Kontrast zu den ruhigen "Transformationsobjekten" aus Zeitungspapier der Heimbacher Bildhauerin Luise Kött-Gärtner. Freie Landschaftsmalerei, mit weichem Pinsel auf Papier oder Leinwand gebracht, präsentiert Christine Klein aus Saarburg im Trauzimmer des Alten Amts und im Kunstkabinett in der Berliner Straße 1. Dort erwartet den Besucher auch ein Klangerlebnis in Form von dünnen Schalen aus "terra nigra" (schwarze Erde) der Trierer Keramikerin Natalia Tempel.
Die Blaue Galerie am Alten Markt, sagt Hilda Dogan , halte einen "Augenschmaus" bereit: mit Arbeiten von Monika Wächter und informeller Malerei des Grafikdesigners Wilfried Bach, beide aus Wittlich. Kostproben aller Aussteller sind außerdem in den Schaufenstern der Weberei von Irmhild Thomé in der Straße Hinter Isabellen 36 zu sehen.
Der nächste Ausstellungswechsel ist im September. Abschließendes Glanzlicht soll ein "Ateliertag Kunst und Handwerk live" am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, in zehn Gebäuden des Kunstparcours werden.
Die Ausstellungen dauern bis Sonntag, 31. August, und sind wie folgt geöffnet: in Prüm täglich von 10 bis 18 Uhr, in Schönecken Sonntag, Montag und Dienstag von 14.30 bis 16.30 Uhr oder nach Vereinbarung. Eintritt frei.
Meinung

Kunst ist Arbeit
Man fragt sich doch manchmal, wie der Schönecker Kulturkreis immer wieder die Künstler auftreibt, die dort und in Prüm die unterschiedlichen Ausstellungsräume füllen und bespielen. Die Antwort lautet: viel Arbeit und ein offenbar guter Umgang mit den Ausstellenden, die immer wieder gern dabei sind. Und dahinter steckt vor allem die Schönecker Familie Dogan, deren Engagement nicht nur Wände schmückt, sondern dem ganzen Ort gut zu Gesicht steht. fp.linden@volksfreund.de