1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Von Berlin über Bitburg nach Mainz

Von Berlin über Bitburg nach Mainz

Mit Platz 44 auf der Landesliste kann es der SPD-Kandidat Nico Steinbach bei der Wahl im März eigentlich nur über ein Direktmandat in den Landtag schaffen. Beim SPD-Neujahrsempfang in Bitburg hat er heftig um die dafür notwendigen Erststimmen geworben - mit prominenter Unterstützung.

Bitburg. Sie sei etwas zittrig, sagt Katarina Barley. Wobei das nichts mit Aufregung zu tun habe, sondern mit leichter Unterzuckerung. Vom Flughafen Frankfurt ist die SPD-Generalsekretärin gleich nach Bitburg gereist. Zum Neujahrsempfang der SPD im Haus der Jugend, wo rund 300 Gäste sich versammeln.
Nico Steinbach, der seit 2015 im Landtag ist, weiß das zu schätzen. Den Weg, den die aus Trier stammende Generalsekretärin hinter sich hat, hat der SPD-Mann aus Oberweiler noch vor sich. Auf seinem Weg nach Mainz ist er für jede Unterstützung dankbar. "Wir brauchen nicht um den heißen Brei zu reden", sagt Steinbach, der auf Platz 44 der SPD-Landesliste steht. "Entweder die Bürger geben mir ihre Erststimme, oder das Projekt Mainz ist für mich zu Ende."
Und dann gibt es Wahlkampf. "Wir müssen immer wieder den Innenminister zum Jagen tragen", kritisiert Barley CDU-Mann Thomas de Maizière in der Flüchtlingssituation. Mit Cola und Schokoriegel bringt sie ihren Blutzuckerhaushalt wieder in Ordnung, bevor Malu Dreyer die Bühne betritt. Genau wie für Steinbach geht es auch für die Ministerpräsidentin am 13. März um die politische Zukunft.Landtagswahl 2016


So wird Dreyer nicht müde zu betonen, was das Land unter ihrer Führung bislang alles auf die Beine gestellt habe und wofür sie sich weiter einsetzen will.
Auch Dreyer geht mit dem politischen Gegner hart ins Gericht, indem sie beispielsweise die rheinland-pfälzische CDU mit der bayrischen CSU vergleicht oder aber ihrer Kontrahentin Julia Klöckner vorwirft, dass diese Dinge fordere, die es im Land längst gebe - etwa eine personelle Aufstockung der Polizei oder die Identitätserfassung von Flüchtlingen. Am Ende erntet Dreyer viel Applaus. uhe