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Von Bitburg in die Opernszene

Von Bitburg in die Opernszene

Christopher Schmitz hat schon viele Preise gewonnen und wird seit acht Jahren von der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung unterstützt. Dieses Stipendium ist, bei einem jährlichen Nachweis der musikalischen Tätigkeit, bis zum 28. Lebensjahr möglich. Der begabte Musiker studiert in Dresden und hat in kleineren Produktionen auch schon an der Semperoper gearbeitet.

Bitburg. Nach dem Abitur am Staatlichen Landesmusikgymnasium Montabaur war für den aus Bitburg stammenden Christopher Schmitz klar, dass er Musik studieren will. In seinem Leben gibt es eigentlich nur Musik und vielleicht noch Tango tanzen.
Studienplätze sind rar


"Eine Grundvoraussetzung für die künstlerische Ausbildung ist das Bedürfnis, trotz begrenzter Studienplätze und Arbeitsmöglichkeiten Musik zu studieren", sagt Schmitz, der seit fünf Jahren an der Musikhochschule Dresden Orchesterleitung und Korrepetition für Musiktheater studiert. Ein Korrepetitor begleitet die Sänger bei szenischen Proben einer Oper oder eines Musicals.
Er ersetzt am Klavier das Orchester, das nicht bei jeder Probe dabei sein kann. Dieser Studiengang als Korrepetitor wird nur in den neuen Bundesländern angeboten, die Plätze sind dünn gesät und die Wahrscheinlichkeit, eine gute Stelle zu bekommen, ist sehr gering.
Für den begabten Musiker war es ein Abenteuer von Bitburg nach Dresden zu gehen.
Durch die Semperoper und die Staatsoper ist Dresden eine attraktive Stadt. Studierende haben dort laut Schmitz auch die Möglichkeit, für wenig Geld alle Aufführungen zu sehen. Sie können auch bei den Proben dabei sein.
Dirigent bei Schlossfestspielen


"Das Studium ist sehr theoretisch. Organisation und psychologische Führung eines Orchesters lernt man erst in der Praxis", erklärt der 23-jährige Musiker, der Klavier, Klarinette und Orgel spielt.
Seine praktischen Erfahrungen macht er in der "Jungen Szene" an der Semperoper, wo er bei kleineren Produktionen als Dirigent und Korrepetitor mitwirkt. Jedes Jahr dirigiert er an den Zwingenberger Schlossfestspielen eine Oper.
"Als Dirigent ist man weniger aufgeregt, da man mit dem Rücken zum Publikum steht und den Klang nicht selber produziert", erklärt Schmitz. Diesen Sommer wird er sich nach seinem Studium als Korrepetitor an verschiedenen Opernhäusern bewerben.
Der TV stellt die Stipendiaten der Dr.-Hanns- Simon-Stiftung, die talentierte junge Musiker finanziell unterstützt, in einer Serie vor.