Von Feierlaune bis Ernüchterung

Während die FPD noch unter Schock steht, wird bei der CDU schön gefeiert. Die SPD hätte sich mehr erhofft, die Grünen auch. Das sagen Kommunalpolitiker aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm zum Ausgang der Bundestagswahl.

Michael Billen(CDU), Vorsitzender des Kreisverbands Bitburg-Prüm: "Ich bin von dem Ergebnis absolut positiv überrascht. Das ist ein sehr klarer Wahlsieg. Die FDP bekommt das, was sie selbst zu mobilisieren vermochte. Die Bettelkampagne um Zweitstimmen hat nicht funktioniert. Von einer starken CDU profitiert natürlich auch der Direktkandidat. Hier hat doch ohnehin niemand ernsthaft bezweifelt, dass Patrick Schnieder den Wahlkreis gewinnt. Für mich bedeutet das: Erfolg auf der ganzen Linie."

Josef Junk(SPD), Bürgermeister Verbandsgemeinde Bitburg-Land: "Ich hätte mir für die SPD ein bisschen mehr erwartet. Ich bin davon ausgegangen, dass es mit den Grünen für eine neue Regierung reicht. Unser Direktkandidat Jens Jenssen hat einen tollen Wahlkampf gemacht und ein gutes Ergebnis erzielt. Es geht aufwärts. Dass es für die FDP eng wird, wusste man doch schon von den Umfragen im Vorfeld der Wahl. Das hat mich nicht überrascht. So ist noch offen, wie die neue Regierung aussehen wird."

Hans Jürgen Götte (FDP), stellvertretender Kreisvorsitzender: "Das ist eine Niederlage, ein absolut ernüchterndes Ergebnis. Dass die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert, hätte ich nicht erwartet. Für mich ist das die Folge nicht eingelöster Versprechungen und auch zu hochgesteckter Erwartungen als Junior-Partner der Union. Natürlich hat uns auch die AfD Stimmen streitig gemacht. Dieses Ergebnis ist ein Appell, sich wieder auf das ureigene FDP-Profil zu besinnen."

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