Von feierwütigen Bläsern und holländisch sprechenden Stadtchefs

Von feierwütigen Bläsern und holländisch sprechenden Stadtchefs

Das 49. Bitburger Folklore-Festival wird vier Tage lang gefeiert. Da gibt es viele kleine Besonderheiten zu entdecken. Einige davon sind hier zusammengestellt.

Bitburg. Das 49. Folklore-Festival in kleinen Häppchen:

Warum die Stände rund um den Festplatz immer gleich aufgebaut sind: Ganz klar, das ist wegen der Orientierung. Die Bitburger können so auch noch mit 1,5 Promille den Pizzastand oder den Bierstand wiederfinden.

Wer die Feierwütigsten sind: Die Jungs der 18-köpfigen Blaskapelle Götz Buam aus Jagsthausen haben am Samstag schon um zehn Uhr beim Treff der Kulturen aufgespielt. Bei der Siegerehrung des Bierfassrollens am Nachmittag trällerten sie den Zuschauern nochmal eins. Am Postplatz machten sie abends Stimmung. Nach dem Einzug der Nationen stiegen sie gleich auf Tische und Bänke im Festzelt.

Wer am meisten anhatte: Mit langer Unterhose, Unterrock, dickem Wollrock, Schürze, Strumpfhosen, Bluse, Weste und Kopfschmuck mit Tuch haben die Damen beim Festumzug wohl am meisten geschwitzt. Am schwersten an ihrer Tracht zu tragen hatten die Italiener. Fünf Kilo wog diese. Zwei Stunden brauchten sie, um diese anzulegen.

Welche Gruppe am beliebtesten war: Mehr als 100 Gäste haben beim Treff der Kulturen in einer TV-Umfrage ihre Lieblingsgruppe gewählt. Die drei beliebtesten Gruppen sind demnach das Ensemble Zvezditza aus Bulgarien. Auf Platz zwei folgt die Gruppe Cybinka-Grodzisk aus Polen. Die Gruppe mit der weitesten Anreise, Yahaiya Mhin Yo aus Mexiko, hat den dritten Platz ertanzt.

Was sonst überrascht hat: Bei der Geschenkübergabe an die holländische Gruppe spricht Bürgermeister Joachim Kandels auf einmal holländisch. In der heiligen Messe in der Kirche St. Peter erschallt tosender Applaus. Der Grund: Internationale Tanzgruppen haben die Messe mitgestaltet und getanzt. MRA

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