Von Flugzeugen und Hot Dogs

Einmal in den riesigen Rumpf einer C-5A Galaxy-Transportmaschine schauen: Wo sonst ein hoher Zaun die Sicht auf die Air Base Spangdahlem versperrt, ist am Samstag, 26. Juli, Tag der offenen Tür.

Beim Tag der offenen Tür gibt es auf der Air Base Spangdahlem Flugzeuge zu sehen: Im Bild die A 10 (vorne) und die C 17.Foto: Air Base Spangdahlem

Spangdahlem. Wer gedacht hat, bei einem Tag der offenen Tür der Air Base in Spangdahlem würde sich alles nur um Flugzeuge drehen, hat sich mächtig geirrt. Auch die amerikanische Küche lebt an diesem Tag hoch. Mehr als 20 verschiedene Stände bieten den vielen tausend erwarteten Besuchern der Air Base am Samstag, 26. Juli, amerikanische Hausmannskost und Spezialitäten; darunter Catfish-Sandwich, Turkey-Legs, Chicken-Fahitas, Parmesan-Potato-Wedges, Rootbeer-Float, frisch gebackene Brownies und vieles mehr, was in deutschen Ohren ungewöhnlich klingt. Während oben F 16-Kampfjets fliegen, landen unten Kalorienbomben wie Porc-Barbecue und Erdnussbutter-Snacks auf den Tellern.

Flugzeuge spielen natürlich dennoch eine große Rolle: Die Besucher können verschiedene Maschinen besichtigen, wobei auch historische Flugzeuge wie ein Fieseler Storch aus dem zweiten Weltkrieg zu sehen sind. Außerdem werden die Gäste Beladungsszenen an Flugzeugen erleben, Flüge von dem Transportflugzeug C- 17A Globemaster und dem Erdkampfflugzeug A- 10A Thunderbolt ansehen.

Zudem wird die Schutzhundestaffel des Flugplatzes ihre Einsatzbereitschaft im Rahmen einer Vorführung demonstrieren. Ein moderner Roboter zur Sprengstoffbeseitigung verspricht ebenfalls eine interessante Vorstellung, und auch die deutsche Luftwaffe wird mit einer F- 4F Phantom und einem Tornado zu Gast sein.

Besucher erwarten strenge Kontrollen



"Wir möchten einen kleinen Einblick in das Leben und die Arbeit der US-Luftwaffe geben und mit unseren Nachbarn gemeinsam über 50 Jahre deutsch-amerikanischer Partnerschaft feiern", sagt Oberst Tip Wight, der Kommodore des 52. Jagdgeschwaders.

Worauf sich die Besucher aber auch einstellen müssen: Sicherheitskontrollen, ähnlich denen am Flughafen oder bei einem Rockkonzert.

Eingang für Besucher ist das Südtor, gelegen am Verkehrskreisel der Bundesstraße 50 nahe der Ortschaft Herforst. Um zum Bus-Shuttle zu gelangen, müssen alle Besucher eine Sicherheitsschleuse passieren. Nicht mitgeführt werden dürfen Rucksäcke, Kühlboxen, Haustiere (mit Ausnahme von Blindenhunden), Messer, Glasflaschen, Feuerzeuge, explosive Chemikalien oder waffenähnliche Gegenstände. Mitgeführte Taschen sollten möglichst klein sein. Besonderen Wert legt die Air Base darauf, dass auf dem gesamten Flugplatzgelände Taschen nicht unbeaufsichtigt liegengelassen werden.

"Mit Unterstützung von Polizei, Deutschem Roten Kreuz und Feuerwehr tun wir alles Erdenkliche, um den Aufenthalt bei uns so sicher, interessant und angenehm wie möglich zu gestalten", sagt Colonel Scott Bowen, der Organisationschef der Veranstaltung. Das Essensangebot sei auf jeden Fall für Besuchermassen im fünfstelligen Bereich ausgelegt, sagt Mason Walker. Er ist verantwortlich für die Verpflegung der Gäste.

Immerhin nutzten im vergangenen Jahr 8000 bis 10 000 Menschen die Gelegenheit, einmal hinter den hohen Zaun der Air Base zu blicken. Dieses Jahr erwarten die Veranstalter sogar einen noch größeren Andrang.