Von Musical über Western bis hin zum Schlager

Von Musical über Western bis hin zum Schlager

Mit modernen Hits, grandiosen Solo-Einlagen und fescher Marschmusik begeisterten die 80 Musiker der Musikvereine "Harmonia" Holsthum und "Harmonie" Ringhuscheid die Zuhörer unter dem Motto "Musik ist Trumpf" im Bürgerhaus in Waxweiler. Das Konzert fand anlässlich der 80-jährigen Bestehen der beiden Vereine statt.

Waxweiler. (red) Mit einem sicheren Gespür für den Geschmack und die Vorlieben des Publikums, einer Nase für die Fähigkeiten der Musiker und sehr großem Engagement stellten die beiden Dirigenten Werner Lafleur und Manfred Willmes ein abwechslungsreiches und musikalisch anspruchsvolles Programm zusammen. Die Akteure der beiden Vereine konnten so den Zuhörern einen herrlichen Musikabend bieten. Eröffnet wurde der Konzertabend durch den Traditionsmarsch "Unter dem Doppeladler", danach folgte das Mottostück des Abends "Musik ist Trumpf" - die Titelmelodie zur gleichnamigen Samstagabend-Musikshow, die von 1974 bis 1981 im ZDF lief. In der ersten Hälfte wussten die Musiker mit der Musical-Atmosphäre in "Andrew Lloyd Webber - a symphonic Portrait", dem Western-Flair in "Moment for Morricone" und "Oregon" und dem portugiesischen Marsch "O Vitinho" ihr Publikum zu begeistern. Besonders herausragend waren das Solo-Duett "Bohemian Lovers", gespielt von Kathrin Kienle und Stephan Niegisch, und die Solo-Polka "Ein fideles Trio", erfolgreich dargeboten von Stefan Mayer, Stephan Peiffers und Joachim Steffen. Nach der Pause führte das Orchester sein Publikum mit einer Zeitreise zurück in die 60er, 70er und 80er Jahre. Passend dazu erhielten die Zuhörer einige Informationen aus der Vereinsgeschichte. Mit "Ännchen von Tharau", dirigiert vom Ehrendirigenten und Chronisten des MVR, Alois Weires, "In Junkers Kneipe", dirigiert von Werner Lafleur in Original-Uniform des MV Holsthum aus den 70er-Jahren, und "The Eighties" mit Manfred Willmes im 80er-Jahre-Outfit war die Zeitreise perfekt. Nach einem schwungvollen Teil mit moderner Unterhaltungsmusik folgte dann "El condor pasa" - ein Blockflötensolo, welches von Diana Lenertz unter großem Beifall einer Zugabe bedurfte. Das herausragende Highlight und Lieblingsstück des Publikums war das Marsch-Konfetti - ein humorvolles, nicht ganz ernst gemeintes Potpourri aus über 20 Marschmelodien, bei dem die Musiker sich zu Narren, Römern, Oktoberfestbesuchern und zu Brautleuten verwandelten. Nachdem Werner Lafleur den Musikern vergeblich die gelbe und rote Karte zeigte, wendete er sich unter Luftschlangenregen von seinem Orchester ab, verließ die Bühne und das Publikum tobte vor Begeisterung. Nach stürmischem Applaus verabschiedet sich das Orchester mit dem Schlagerhit "Tränen lügen nicht", natürlich gefolgt von einigen Zugaben.