Vorbeugen hilft

BITBURG. (red) Das Bitburger Gesundheitsforum – eine Initiative der Südeifel-Kliniken Clemens-August-Krankenhaus Bitburg, der Kreisärzteschaft Bitburg-Prüm sowie der Kath. Familienbildungsstätte Bitburg – ist schon längst zu einer Tradition in der Stadt Bitburg und der Region geworden. In regelmäßigen Abständen werden der Bevölkerung Vorträge zu medizinischen Themen angeboten.

In der Aula des Schulzentrums St. Matthias in Bitburg fand der sechste Vortrag in diesem Jahr statt. Das Thema lautete: "Die Venenthrombose", über welches der niedergelassene Facharzt für Innere Medizin - Schwerpunkt Angiologie - Kardiologie - Diabetologie - Dr. med. Klaus Befort aus dem Fachärztehaus Bitburg die Bürgerinnen und Bürger informierte. Venenleiden gehören heute zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Vor allem die tiefe Venenthrombose (medizinischer Fachbegriff: Phlebothrombose) ist dabei von besonderer Gefahr für die Betroffenen. Zunächst erläuterte Dr. Befort dem zahlreich erschienenen Publikum die Entstehung bzw. Risikofaktoren einer Venenthrombose. Drei Faktoren stehen dabei im Vordergrund, die in der Medizin als so genannte Virchowsche Trias bezeichnet werden: 1. Schädigung der Gefäßwand (z. b. bei bereits bestehenden Venenerkrankungen), 2. Verlangsamung der Blutströmung (z. B. bei Immobilität einer Extremität, Bettlägrigkeit) und 3. Veränderte Blutzusammensetzung (z. B. nach Operationen). Es können sich dadurch gefährliche Blutgerinnsel bilden, so der Referent, die den Rückfluss des Blutes zum Herzen behindern oder eine Vene auch vollständig verschließen können. Solche Blutgerinnsel können, wenn sie sich lösen, akut auch zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen. In seinem computerunterstützten Bildervortrag erläuterte Dr. Befort anschließend mittels zahlreicher Bilderaufnahmen die Möglichkeiten der Diagnostik und Prophylaxe bzw. Behandlung einer Venenthrombose. Dabei sind sowohl die medikamentöse Prophylaxe (diese wirkt auf das Gerinnungssystem des Blutes, z. B. Heparin) als auch eine physikalische Prophylaxe (diese beeinflusst den venösen Rückstrom, z. B. Bewegung, Kompressionsverbände/-strümpfe) von zentraler Bedeutung. Es gilt also in erster Linie, den oben genannten drei Hauptursachen entgegenzuwirken, das heißt den venösen Rückfluss zu steigern, Venenwandschäden vorzubeugen sowie die Gerinnungsbereitschaft zu senken. Im Anschluss an seinen Vortrag stellte sich Dr. Befort den zahlreichen Fragen des Publikums, darunter auch zahlreiche Betroffene, die mit großem Interesse an dieser Thematik teilgenommen haben. Der nächste Vortrag im Rahmen des Bitburger Gesundheitsforums findet am Donnerstag, 26. Oktober, wie gewohnt um 19 Uhr in der Aula des Schulzentrums St. Matthias Bitburg statt. Das Thema lautet: "Pränataldiagnostik in den Südeifel-Kliniken".

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