Vorschlag der Freien Bürgerliste: Ein halber Innenstadtring

Bitburg · Die Freie Bürgerliste (FBL) präsentiert ein Konzept, wie der Verkehr in der Innenstadt rollen könnte, wenn im September die Testphase des Innenstadtrings endet. Während die Grünen auf den Rückbau des gesamten Rings pochen, schlägt die FBL als erste Stadtratsfraktion eine Alternative vor: ein halber Ring.

Bitburg. Noch warten Bitburgs Kommunalpolitiker auf harte Fakten zum Ring wie die Auswertung der Verkehrszählung, die Unfallbilanz und die Unternehmensbefragung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier. Das gesamte Zahlenmaterial, das im Laufe der Testphase erhoben wurde, soll bis kommenden Mittwoch vorliegen. Dann tagt der Verkehrsausschuss.
"Bis wir eine wirklich fundierte Faktenbasis haben, ist unser Vorschlag natürlich nur ein Ideenspiel", betont Inge Solchenbach von der Freien Bürgerliste (FBL). Die Freien haben ein Konzept vorgelegt, das - anders als die Forderung der Grünen - nicht in einem vollständigen Rückbau des Innenstadtrings besteht.
Denn unabhängig von den Bilanzen, die erst nächste Woche zur Sitzung des Verkehrsausschusses vorliegen, steht für die FBL fest, dass der Verkehr vor der Ringlösung auch nicht optimal war.
Nicht zurück zum Status quo


"Deshalb wollen wir nicht einfach zurück zur alten Verkehrslösung", sagt Solchenbach und erinnert daran, dass der Ring ja genau aus dem Grund ausprobiert wurde, um den Verkehr in der Innenstadt, der eben nicht an allen Stellen rund lief, zu verbessern. Die FBL sieht durchaus auch Probleme, die mit dem Ringverkehr entstanden sind. "Vor allem für Radfahrer, Fußgänger, die Geschäftswelt in der oberen Hauptstraße; und dann ist auch die mangelnde Akzeptanz des Konzepts in der Bevölkerung ein Punkt, über den wir nachdenken müssen", sagt Solchenbach. Ihre Fraktion bringt die Idee eines "Teilrings" in die Diskussion ein.
Im Prinzip würde demnach der südliche Teil des Ringverkehrs - von Karen- über den Borenweg bis zum Krankenhaus - erhalten bleiben, während im nördlichen Teil die Straßen rund um die Fußgängerzone wieder in beide Richtungen befahrbar wären. Dabei denkt die FBL auch einen Radweg - insbesondere am Karen- und am Borenweg (siehe Grafik).
Gesamtkonzept gefordert


Über diesen Teilring hinaus fordert die FBL ein Gesamtkonzept für den Innenstadtverkehr, das aus verschiedenen Bausteinen bestehen müsste. Unter anderem ist dabei an die Öffnung der Gartenstraße zum Beda-Platz gedacht und auch ein Parkplatz-Konzept gehört zu den Forderungen - einschließlich der Frage, wo das neue Parkhaus entstehen soll.
Solchenbach sagt: "Wir wollen mit unseren Vorschlägen auch dazu beitragen, die teils sehr emotional geführte Diskussion um den Innenstadtring wieder zu versachlichen und voran zu bringen." scho