Vorsicht, Borkenkäfer!

BITBURG. (red) Besonders Fichtenwälder sind von Borkenkäfer-Befall bedroht, informierte das Forstamt der Stadt Bitburg über die derzeitige Forstschutzsituation Privatwaldbesitzer. Um eine Massenvermehrung der Schädlinge zu vermeiden, sollten Waldbesitzer ihre Bestände derzeit besonders gründlich kontrollieren.

Grundsätzlich werden drei Käferarten unterschieden: Zwei rindenbrütenden Arten, der Buchdrucker und der Kupferstecher, sowie der holzbrütende Nutzholzborkenkäfer. Buchdrucker und Kupferstecher vermehren sich in liegendem Kronenmaterial und können dann stehende, gesunde Fichten befallen. Eine Massenvermehrung kann bei günstiger Witterung zu erheblichen Schäden führen. Deshalb sind die rindenbrütenden Borkenkäfer rechtzeitig zu bekämpfen. Das beste Mittel ist die saubere Waldwirtschaft. Dabei müssen gefällte Fichten bis zu einem geringen Zopfdurchmesser aufgearbeitet werden. Denn Holz-Material unter fünf Zentimetern Durchmesser werde in der Regel nicht befallen, informierte das Forstamt der Stadt Bitburg. Befallene stehende Bäume sind unverzüglich einzuschlagen und zu entrinden. Rinde, Äste und das Kronenmaterial müssen bei feuchter Witterung verbrannt werden. Das Forstamt appelliert an Privatwaldbesitzer, ihre Wälder derzeit besonders regelmäßig zu kontrollieren. Der Nutzholzborkenkäfer befällt nur liegendes Holz. Der Befall führt zu einer Entwertung des Holzes und damit zu finanziellen Einbußen für den Waldbesitzer. Unentrindetes Holz sollte daher kurzfristig abgefahren werden. Weiterhin informierte das Forstamt über die Nachfrage an Fichtenholz auf dem Holzmarkt. Sowohl bei Fichtenstammholz als auch bei Industrieholz sei die Nachfrage gut. Die Preise, die dafür allerdings derzeit gezahlt werden, beurteilte die Behörde als "mittel". Weitere Infos und Kontakt: Privatwaldbetreuung im Forstrevier Bitburg-Nord, Martin Lotze, Telefon 06561/9469-22, Sprechzeiten: dienstags und donnerstags, 8 bis 10 Uhr, Mobiltelefon 0175/1859523 oder per E-Mail an martin.lotze@wald-rlp.de