Vortrag über Geschichte der Eisenbahn in der Eifel

Jünkerath · Eisenbahnkenner Michael Heinzel spricht am Samstag, 19. November, im Historischen Wartesaal der ersten Klasse des Bahnhofs in Jünkrath über die Geschichte der Eisenbahnlinie zwischen Jünkerath und Weywertz. Veranstalter sind die Eisenbahnfreunde Jünkerath.



Vom Ersten Weltkrieg bis heute


Zweigleisig im Stile einer Hauptbahn führte die Strecke von Jünkerath bis ins Hohe Venn. Nach dem Ersten Weltkrieg verlor sie an Bedeutung, das zweite Gleis wurde zurückgebaut. 1938 stellte die Reichsbahn die Strecke wegen des hohen Verkehrsaufkommens wieder auf Regelbetrieb um.
Im Zweiten Weltkrieg war sie strategisch wichtige Bahnnachschubstrecke im Rahmen des Westfeldzuges. Auch bei der Ardennen-Offensive gegen Ende des Krieges spielte die Linie eine Rolle. Durch Feindeinwirkung sowie durch Sprengungen der Wehrmacht im Zusammenhang mit dem Rückzug der deutschen Truppen im Jahre 1945 wurde die Strecke an vielen Stellen zerstört. Am 8. Oktober 1981 wurde auch der verbliebene Güterverkehr Jünkerath - Losheim - Losheimergraben (Grenze) eingestellt. Fünf Jahre nach Stilllegung der Strecke für den Gesamtverkehr ließ die NATO die Strecke als Zubringer zum NATO-Truppenübungsplatz Elsenborn bei Sourbrodt wieder sanieren und reaktivieren. Am 15. Juni 2003 wurde sie dann abermals stillgelegt, diesmal endgültig. red

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