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Vulkanbike-MTB-Marathon steigt am Samstag in und um Daun

Veranstaltung : Mehr als 1500 Starter, 400 Helfer und ein langer Atem

Der Vulkanbike-MTB-Marathon steigt am Samstag zum 20sten Mal in und um Daun. Die E-Biker machen erneut die Deutschen Meister unter sich aus.

Erstmals als einer der Hauptverantwortlichen für die Austragung der Vulkanbike-MTB-Marathons in und um Daun zeigte sich Thomas Scheppe (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Daun, hocherfreut, „dass es dieses Leuchtturmprojekt auch dieses Jahr trotz der anhaltenden schwierigen Rahmenbedingungen gibt, denn es bringt tolle Belebung für unsere Hotellerie und Gastronomie, und wir können so bei vielen Sportlern und ihren Familien die Vulkaneifel präsentieren“. Aber selbst mitfahren, sagte er auf Nachfrage, werde er  nicht, denn: „Mir steckt noch der Maare-Mosel-Lauf in den Knochen.“ Aber künftig werde er „bestimmt mal dabei sein“, kündigte er an.

Aktuell, so Organisationsleiter Markus Appelmann, „haben sich bereits gut 1500 Starter angemeldet, und es kommen täglich weitere hinzu“, gibt er sich rundum zufrieden. Denn damit ist der Vulkanbike, der 20. Geburtstag feiert, erneut das größte Mountainbike-Event in Deutschland. Auch Vera Merten, Geschäftsführerin des Gesundlands Vulkaneifel, ist erstens froh, dass der Bike-Marathon trotz anhaltender Corona-Pandemie stattfindet und zweitens das Interesse so groß ist. Sie berichtet von einer sehr durchwachsenen Tourismussaison 2021 und den aktuellen Hoffnungen: „Erst Corona, dann das schlechte Wetter im Sommer und danach die Flutkatastrophe, die zu vielen Stornierungen geführt hat: Das Event kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn viele Biker kommen danach, also losgelöst vom Event, gerne mit ihren Familien wieder.“ Und auch jetzt schon seien einige Fahrer in der Region, um die Strecken zu testen.

Die Bandbreite der Starter für die vielen unterschiedlichen Rennen vom 20-Kilometer-Genuss-Kurs bis hin zum 100 Kilometer langen Ultra-Marathon mit 2300 Höhenmetern für die ganz Harten reicht vom Hobby-Radler bis zum Profisportler. Und es wird das dritte Jahr in Folge erneut eine Deutsche Meisterschaft ausgetragen: War es 2019 noch die DM der MTB-Profis, so ist es diesmal nach der Premiere im Vorjahr erneut die DM der E-Mountainbiker, die über die 40-Kilometer-Runde starten. Markus Appelmann ist stolz darauf: „Auch 2021 ist der Vulkanbike das größte Mountainbike-Event in Deutschland. Und zum dritten Mal in Folge begrüßt das Gesundland Vulkaneifel die deutsche Mountainbike-Elite – diesmal erneut bei den Deutschen E-MTB Meisterschaften.“ Der Bund Deutscher Radfahrer hat Appelmann und Co nach der gelungenen Premiere erneut den Zuschlag für die DM (und erneut in Pandemiezeiten) gegeben. Für Appelmann ein großer Vertrauensbeweis und die Bestätigung, dass „wir vieles richtiggemacht haben“.

Die coronabedingten Einschränkungen sind gegenüber dem Vorjahr etwas gelockert worden: Zwar gibt es erneut kein Festivalzelt und keine Duschmöglichkeiten für die Sportler, die Startunterlagen werden erneut nach Hause geschickt und die Siegerehrung findet am Tag nach dem Vulkanbike gegen 17 Uhr auf dem reichweitenstarken Facebook-Kanal des Events statt. Dafür dürfen auf den Marktplatz im Start- und Zielbereich nun 500 Teilnehmer (anstatt 300), und die Startblöcke werden auf 200 Starter ausgeweitet. „Und die Gastronomie ringsum hat ja auch geöffnet“, betont Vera Merten.

Ein wichtiger Baustein für das Gelingen (und überhaupt das Zustandekommen) des Events ist der Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer, rund 400 an der Zahl: von den vielen Feuerwehrleuten über die Frauen und Männer des Motorsportclubs Daun und anderer Vereine. Würden sie alle entlohnt, wäre das „unbezahlbar“, so Appelmann. Er sagt: „Wir haben alle 1,5 Kilometer einen doppelt besetzten und per Funk miteinander verbundenen Streckenposten. Falls also beim Rennen was passiert, ist rasch Hilfe zur Stelle. So etwas gibt es bei keiner anderen vergleichbaren Veranstaltung.“ Auch Bürgermeister Scheppe lobt den außergewöhnlich hohen ehrenamtlichen Einsatz und sagt dafür allen ein dickes „Danke“. Gleiches gilt für die vielen Sponsoren, ohne die das Event ebenfalls nicht stattfinden würde. Stellvertretend für andere ist dabei die Nürburg-Quelle zu nennen, die von Anfang an dabei ist. Bärbel Kreuter-Engelhardt: „Anfangs gab es schon Widerstände gegen das Event, heute ist es die größte Veranstaltung ihrer Art in Deutschland. Welche tolle Entwicklung. Da ist es wie beim Sport selbst: Langer Atem zahlt sich eben aus.“

Infos zu den Abstands- und Hygieneregeln vor, während und nach dem Rennen sowie Anmeldung unter www.vulkan.bike