VULKANBIKE
Zum Bericht "Flügel auf, Rad durch und weiter geht’s" (TV vom 7. Juli) schreiben diese beiden Leser:
Schildbürger sind Waisenknaben, im Vergleich zu dem, was sich hier die Dauner Verwaltungen geleistet haben. Zu den großen Vulkanbike-Rennen wurden die Drehkreuze immer abgebaut, ist zu lesen. Vorher und nachher herrscht absolutes Kinderwagenverbot - und das in einer Region, die auf Tourismus setzt. Eineinhalb Jahre hämmern die Vulkanbiker lautstark an die Türen der Verwaltungsbeamten, ohne auf Gehör zu stoßen. Welch eine Arroganz und Ignoranz bei den demokratisch gewählten Vertretern. Sind sie einmal im Amt, scheint sie das gemeine Volk nicht mehr zu interessieren. Den Vulkanbikern Daun muss zu ihrer Hartnäckigkeit im Namen aller Familien und Fahrradfahrern sowie aller Touristen ein herzliches Dankeschön übermittelt werden. Der Landrat täte gut daran, sie für die Landesverdienstmedaille vorzuschlagen. Es wäre eine Schande, würden die Vulkanbiker auf ihren Kosten sitzen bleiben. Da sich Verwaltungschefs in solchen Situationen gern hinter ihren leeren Kassen verstecken, sollten sie die Kosten von ihren Haftpflichtversicherungen tragen lassen. Sie sind sicherlich für Fehlentscheidungen gut versichert. Ansonsten hilft vielleicht ein Spendenaufruf. Die Stiftungen der beiden Banken in Daun wären ansonsten die letzte Möglichkeit. Dieter Grau, Hillesheim Ich habe mit Begeisterung den Bericht gelesen, dass das Drehkreuz durch eine Schranke ersetzt wurde. Das kann ich als Schalkenmehrener Mountainbikerin nur befürworten. Diese Strecke war bei mir seit Jahren die Hausstrecke, auf der man abends noch schnell ein paar Höhenmeter machen konnte, ohne sich weit vom Ort zu entfernen. Dieser Spaß wurde den Bikern dann leider mit dem Errichten des Drehkreuzes genommen. Somit war die Strecke nur noch halb so interessant. Die schönen steilen Anstiege wurden blockiert und auch einige Trails konnten nicht mehr zusammenhängend gefahren werden. Wir haben um die Maare eine wunderschöne Landschaft, von der alle profitieren sollten. Daher finde ich die Lösung mit der Schranke optimal. Edith Zillgen-Kiefer, Schalkenmehren Die Installation dieser Tore war von Anfang an ein Scherz. Offensichtlich hatte es keine Koordination zwischen DLR und den zuständigen Tourismusbüros gegeben. Als die Drehkreuze dann installiert waren, wollte man sich mit den geschaffenen Tatsachen zufrieden geben. Daher ist es umso bemerkenswerter, dass die nur mittelbar beteiligten Vulkanbiker, namentlich Uli Heinrichs und Christian Plein, sich so unermüdlich ins Zeug gelegt haben. Den Bikern ist damit erst einmal - unbürokratisch- geholfen worden. Den Familien mit Kinderwagen, die ihre Runde ums Maar drehen wollen, bei weitem noch nicht. Dass der Tourismus, der ein bedeutender Wirtschaftfaktor in der Region ist, sich derart in sein Schicksal fügt und nicht diesen Missstand zu ändern versucht, entzieht sich mir jedem Verständnis! Ich kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen für die verbleibenden Tore offener an pragmatische Lösungen herangehen und für zukünftige Projekte auch die Nutzer in Entscheidungsprozesse einbinden. Patrick Lohberg, Darscheid