Walburga und die Baustellen

Walburga und die Baustellen

Meine Walburga und ich, wir sind ausnahmsweise mal einer Meinung: Wir finden es beide richtig gut, dass das Land die B 51 weiter ausbauen will. Damit hört es dann aber auch schon auf. Denn während ich mich frage, warum man das Stück zwischen A 60 und Bitburg nicht gleich vierspurig macht, wie man die stinkenden LKW von der Straße runterkriegt, wieso es immer noch erlaubt ist, auf der B 51 Trecker zu fahren und vor allem, wie herrlich ich das Thema ausschlachten würde, wenn ich für meine Liste Pitter als Landratskandidat anträte oder als Bürgermeister oder als Abgeordneter, egal, ich würde die Flanke verwandeln - während ich all dies tue, hat Walburga ganz andere Gedanken.

"Du sach mal Pitter, warum stand denn gar nicht in der Zeitung, dass die am Trierer Berg jetzt auch bauen?" Da hätte sie neulich nämlich auch so "Bauwohnwagen" gesehen. "Waren die vielleicht rot beleuchtet?", frag ich sie. "Ja klar. Wie jede Baustelle!", sagt sie.

Tja und dann hab' ich meiner Walburga das mal erklärt. Das seien die vom Liegenschaftsamt. Die kämen, um den Baugrund auf seine Stabilität zu testen. Das hätte sie nicht gedacht, sagt sie, dass bei so nem Bauliegenschaftsdings so viele Frauen arbeiten.

Das sei eben ein Amt vom Kreis Trier-Saarburg, hab' ich ihr erklärt. Die hinken in der Gleichberechtigung nicht so hinterher wie der Eifelkreis Bitburg-Prüm. Das fand meine Walburga richtig gut. Sie will jetzt mit den Frauen aus ihrem Strickkurs eine Gleichberechtigungs-Petition an den Eifelkreis schreiben. Meine Walburga ist echt ein Herzchen!

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