1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Wald in der Eifel: Wanderung von Förster Lotze zur Geschichte des Waldes

Serie „Der Wald und seine Geschichte(n)“ : Der Förster wandert und informiert wieder – diesmal zum Einfluss des Menschen auf den Wald

Die zweite Geschichtswanderung von und mit Förster Martin Lotze steht an. Diesmal geht es unter anderem um die Frage, wann und wie der Mensch begonnen hat, Auswirkungen auf den Wald zu haben.

Die Zeitreise in den Eifelwäldern geht weiter. Nein, nicht mit dem Delorean aus „Zurück in die Zukunft“. Der würde auch – selbst wenn es ihn gäbe – etwas skurril inmitten von Bäumen aussehen. Und er wäre viel zu schnell unterwegs, um all das zu besprechen, was Förster Martin Lotze seinen Begleitern mitgeben will. Denn: Bei seiner Wanderserie „Der Wald und seine Geschichte(n)“ geht es nicht nur um das Kennenlernen des Waldes wie er heute ist, sondern auch um seine Vergangenheit. Lotze will mit seinen Wanderungen an verschiedenen Stationen durch die Entwicklung der Wälder von ihrer Entstehung bis zur Steinzeit reisen – und seine Mitreisenden informieren.

Jetzt steht die zweite Wanderung auf dem Programm – am 15. Mai (siehe Info). Nachdem sich Martin Lotze im April mit der Entstehung der Wälder beschäftigt hat, ist das Thema nun ein anderes: „Dieses Mal geht es um den Einfluss der Menschen auf den Wald ab dem Beginn der Sesshaft-Werdung bis zur Zeit nach dem Untergang des Römischen Reiches“, erklärt er. Anfangs, sagt der Förster, sei diese durch Waldrodungen nur gering gewesen. Weil die Bevölkerung immer mehr anwuchs, habe jedoch auch der Einfluss der Menschen zugenommen. „Die Kelten in unserer Region waren bekannt für ihr Schmiedekunst, dafür wurde Holz verbraucht“, sagt Martin Lotze.

Unter den Profiteuren des Eifelwaldes seien auch die Bewohner der Stadt Trier gewesen, sagt der Förster. Es seien Flächen gerodet worden, um die Städter mit Nahrung zu versorgen. All das (und noch mehr) wird Martin Lotze seinen Begleitern erklären. Ebenfalls auf seiner Agenda: Informationen über die Kulturdenkmäler des Ferschweilerer Plateaus. Dabei wird der Förster über die Wikingerburg, die Hügelgräber, keltische Menhire (dabei nennt Martin Lotze das Fraubillenkreuz als Bekanntestes) und das Napoleonsgärtchen.

Die Wanderung ist die zweite von insgesamt fünf, die der Förster in den Frühjahrs- und Sommermonaten plant. Thematisch rückt er dabei der Gegenwart immer näher, auch wenn bei jeder Wanderung auch aktuelle Bezüge, beispielsweise zum Klimawandel, eine Rolle spielen. Denn die Veranstaltungen sollen nicht nur über die Geschichte des Waldes informieren. Sie sollen auch zeigen, was die Gesellschaft vom Wald erwartet – und welchen Ansprüchen er gerecht werden kann. Die Wanderungen sind also geeignet für „alle, die interessiert sind an Natur und an den Entwicklungen“, lädt Förster Martin Lotze ein.