Walter Röhrl gibt in der Eifel Gas

Walter Röhrl gibt in der Eifel Gas

Historische Rallyefahrzeuge stehen im Sommer wieder im Mittelpunkt der Großveranstaltung des Motorsportclubs Daun. Die Veranstalter hoffen, dass die Publikumsresonanz noch größer sein wird als im vergangenen Jahr.

Daun. Einen ehemaligen Weltmeister live erleben? Das kommt in Daun selten vor, aber der Motorsportclub (MSC) Daun macht es dieses Jahr wieder möglich. Denn beim Eifel-Rallye-Festival im Juli kommt der mehrfache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl erneut in die Eifel: als Schirmherr, aber auch als Fahrer.
Das Festival hat im Terminkalender der Liebhaber historischer Rallye-Autos einen festen Platz, denn dass so viele automobile Sehenswürdigkeiten geballt zusammenkommen, ist "eine Konstellation, die wohl einmalig ist", sagt Peter Schlömer, Vorsitzender des Motorsportclubs (MSC) Daun.
Seit dem vergangenen Jahr setzt der Verein als Ausrichter des Festivals ganz auf den Schwerpunkt historische Rallye-Autos. Und das mit großem Erfolg: Rund 30 000 Zuschauer kamen in die Eifel. "Das Festival in der neuen Form ist eingeschlagen wie eine Bombe", berichtet Schlömer, der als Organisationsleiter fungiert. Er hat keinen Zweifel daran, dass auch in diesem Jahr - Ende Juli - die Zuschauer in Scharen kommen. Er geht sogar davon aus, dass "es bis zu 30 Prozent mehr sein werden."
Schon jetzt hat die Veranstaltung große wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt und die Region. Geschätzte rund 1,5 Millionen Euro bleiben durch die Rallye hängen, beispielsweise in Gastronomie und Hotellerie. Und in diesem Jahr könnte die Summe noch höher ausfallen, denn die Teilnehmer reisen einen Tag früher an als bisher. Was auch bedeutet: eine Übernachtung mehr in Unterkünften in Daun und Umgebung. Die MSC-Verantwortlichen sind nach wie vor glücklich, Röhrl bewegt zu haben, als Schirmherr zu fungieren, denn der Ex-Rallye-Weltmeister hat vorher noch nie ein solches Amt übernommen.
Mit dabei ist auch wieder der frühere Beifahrer des Schirmherrn, Christian Geistdörfer, der 14 Weltmeisterschaftslauf-Siege mit Röhrl feierte. Geistdörfer ist als Marketing-Fachmann tätig und als solcher wieder auch in die Organisation der Veranstaltung eingebunden. Weitere große Namen werden erwartet, aber Peter Schlömer will derzeit nur so viel verraten: "Neben Walter Röhrl werden drei weitere frühere Rallye-Weltmeister in Daun dabei sein."
Das Rallye-Festival vom 26. bis 28. Juli ist zudem um eine Attraktion reicher. Neben den Demonstrationsfahrten von mehr als 120 originalen und originalgetreuen Wagen aus fünf Jahrzehnten Rallye-Geschichte gibt es diesmal ein Safari-Spezial. "Vor zehn Jahren zählte die Safari-Rallye in Kenia letztmals zur Rallye-Weltmeisterschaft", erklärt Rallyeleiter Hubert Böffgen (Gerolstein), "und an diese ganz spezielle Rallye mit ihren besonderen Anforderungen an Fahrzeuge und Piloten möchten wir erinnern." Mehr als 20 Original-Autos aus der Geschichte der "Safari", wie sie in Fachkreisen genannt wird, werden am Start sein. Deshalb wird für afrikanische Verhältnisse in der Eifel gesorgt: mit einem Schotter-Rundkurs mit einer Wasserdurchfahrt, einer speziellen Drift-Kurve und einer spektakulären Sprungkuppe. Aber diese Prüfung ist nicht nur den Safari-Fahrzeugen vorbehalten, jeder Festival-Teilnehmer darf sie in Angriff nehmen, versichern die Organisatoren. Anders als bei der Premiere im vergangenen Jahr hat Peter Schlömer diesmal keine Bedenken, genügend Anmeldungen zu bekommen. "Ich gehe davon aus, dass die Liste schon nach wenigen Wochen gefüllt ist."Extra

Donnerstag, 26. Juli: 17 Uhr Shakedown in Neichen, ab 20 Uhr Freiluft-Rallye-Kino. Freitag, 27. Juli: 9.30 bis 13.30 Uhr Fahrzeugabnahme, Rallye-Meile in Daun, 14.30 Uhr Sonderprüfung mit Wasserdurchfahrt, Driftkurve und Sprungkuppe, danach Zuschauerrundkurs in Sarmersbach bei Nacht. Samstag, 28. Juli: 8 bis 18 Uhr Asphaltprüfungen in der Vulkaneifel, 19 Uhr Rallye-Party.

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