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Warme Jacken – buntes Treiben

Warme Jacken – buntes Treiben

PRÜM. Der Ansturm auf den Mantelsonntag in Prüm bleibt ungebrochen. Und weil sich gleichzeitig der Bauernmarkt am ehemaligen Konvikt weiter etabliert, hat die Veranstaltung einen zusätzlichen Schub erhalten.

Dieses Mal musste man wirklich kein Prophet sein, um einen Riesentrubel in Prüm voraussagen zu können. Nicht nur, dass der Prümer Mantelsonntag aus Tradition zieht; auch der vergrößerte Bauernmarkt und der Bilderbuchherbst trugen gestern ihren Teil zum Erfolg des Mantelsonntags 2005 bei. Bereits nach den Hochämtern in Prüm und im Prümer Land füllte sich die Abteistadt mit Menschen. Denn Gelegenheit, ein Schnäppchen zu machen, gab es nicht nur in den Geschäften des Prümer Einzelhandels en masse; auch die Marktkaufleute boten traditionell ihre Waren feil. Zudem hatten auch die Geschäfte auf der Dausfelder Höhe und in Niederprüm geöffnet. Einen großen Schritt nach vorne gemacht hat in der Tat der Bauernmarkt, der am Sonntag zum zweiten Mal im und vor dem Haus der Kultur (ehemaliges Konvikt) ausgerichtet wurde. Kein Wunder, dass Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy ob des Andrangs ins Schwärmen geriet: "Das zeigt, dass der Standort optimal ist und mehrheitlich gut ankommt", betonte die Stadtchefin und lobte die Vielfalt des Bauernmarkts. Dass die Anzahl der Beschicker, die zwischen Krumpern, Schnaps und Eiern alle Register zogen, sich von 20 auf 28 steigerte, freute Mathilde Weinandy besonders. "Die Veranstaltung festigt sich und wird nach diesem Erfolg auf diese Weise fortgesetzt." Viel Betrieb schon am frühen Nachmittag

Zur Eröffnung des Bauernmarkts gab es indes erfreulicherweise keine langweiligen Reden, sondern einen flotten Frühschoppen mit "Quetschbeggelmusik". Schon am Fuße der Hillstraße wiesen Schilder auf die kürzeste Verbindung zum Prümer Bauernmarkt hin. Kein Wunder, dass auch die dortigen Geschäftsleute bereits um die Mittagszeit viel zu tun hatten und mit eigenen Aktionen auf sich aufmerksam machten. Vor dem Schuhhaus Gottlieb wurden zum Beispiel schicke Herbsttreter von Hand gefertigt, und Gärtnermeister Roland Münz machte aus der Not eine Tugend: Er dekorierte seine Straßenseite kurzerhand um ein falsch geparktes Auto herum. Und was sagte der abteistädtische Einzelhandel? Nicht viel, denn die Prümer Geschäftsleute hatten erfreulicherweise keine Zeit, Reporter-Fragen zu beantworten. "Ja, wir sind zufrieden." Mehr war der neuen Chefin des Gewerbe- und Stadtmarketingvereins, Christine Kausen, am späten Nachmittag jedenfalls nicht zu entlocken. Auch in den anderen Geschäften hatten die Kaufleute alle Hände voll zu tun, die vielen Kundenwünsche zu erfüllen, was darauf schließen lässt, dass sich die Prümer Gewerbetreibenden auch künftig für den Mantelsonntag erwärmen werden.