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Warum beide Landratskandidaten im Eifelkreis zufrieden sein können

Kommentar : Eine gute Basis für die weitere Arbeit

Dass der neue Landrat Andreas Kruppert heißen wird, hat kaum einer bezweifelt. Als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld hat der Christdemokrat einen guten Job gemacht und natürlich jede Menge Erfahrung gesammelt.

Ähnlich wie im Kreistag, wo er seit 2019 die CDU-Fraktion führt. Kruppert, der als Einzelbewerber angetreten ist, kennt die Themen, die Leute, die Eifel – und: wird fraktionsübergreifend geschätzt. SPD, Grüne, FDP und natürlich die CDU haben ihn unterstützt. Die Freien Wähler, die seit 2009 mit Joachim Streit den Landrat im Eifelkreis stellten, nicht. Für die war klar: Sie müssen weiter präsent sein, auch nach der Ära Streit, der zuletzt 2017 mit 88 Prozent wiedergewählt worden war und im März mit den Freien in den Landtag zog. Mit Julia Köster hatten sie eine sympathische Kandidatin gefunden, die als promovierte Juristin und Behördenchefin durchaus das Zeug zur Landrätin gehabt hätte. Eine ernstzunehmende Bewerberin, die in der VG Prüm aus dem Stegreif mehr als 40 Prozent erreichte. Insgesamt landete sie bei mehr als  35,5 Prozent, worauf die Finanzamts-Chefin, die bis dahin politisch noch nicht  in Erscheinung getreten ist, durchaus stolz sein darf. Das kann Kruppert ebenfalls sein. Seine Wahl ist mit fast 65 Prozent erfreulich deutlich – und damit eine gute Basis, um das Erfolgsmodell Eifelkreis fortzuführen und weiterzuentwickeln.

d.dettmer@volksfreund.de