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Warum die Alte Schule in Bitburg-Stahl nicht mehr ausreicht

Warum die Alte Schule in Bitburg-Stahl nicht mehr ausreicht

Kein anderer Bitburger Stadtteil wächst so rasant wie Stahl. Deshalb fordert Ortsvorsteher Rudolf Rüdesheim die Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses. Knapp 900 000 Euro würde das kosten - viel Geld bei leerer Stadtkasse.

Bitburg. Knapp 1000 Bürger leben in Bitburg-Stahl - und es werden mehr. Mit weiteren 300 ist allein zu rechnen, wenn die Grundstücke bebaut werden, die derzeit in mehreren Neubaugebieten vermarktet werden. Eben wegen dieses enormen Wachstums hält Ortsvorsteher Rudolf Rüdesheim ein größeres Dorfgemeinschaftshaus für dringend notwendig. Denn die Alte Schule, die derzeit als Treffpunkt für Vereine genutzt wird, bietet im großen Saal gerade mal 100 Leuten Platz - und das auch nur, wenn sie stehen. Wird der Saal wie etwa beim Seniorennachmittag bestuhlt, reicht er für 85 Menschen.
"Würden alle Senioren aus Stahl zum Kaffee kommen, hätten wir zu wenig Platz", sagt Rüdesheim. Gleiches gelte bei einer Mitgliederversammlung des Stahler Sportvereins: "Die haben allein 150 Jugendliche." Aber es geht nicht nur um einen größeren Saal. Auch sonst sieht Rüdesheim Handlungsbedarf bei der Alten Schule: "Der Eingang ist nicht behindertengerecht, es gibt keine Behindertentoilette, die vorhandenen Toiletten sind nicht mehr zeitgemäß und es ist eine energetische Sanierung des gesamten Hauses nötig."
Stadthalle keine Alternative


Rund 900 000 Euro würde ein Umbau kosten. Rüdesheim hofft auf einen Landeszuschuss von rund 535 000 Euro, Stahl selbst könnte knapp 100 000 Euro aus dem Stadtteilbudget bestreiten, und der Rest wäre Sache der Stadt. "Natürlich gibt es so einen Umbau nicht umsonst. Aber hier von Verschwendung zu sprechen, halte ich schlichtweg für Stimmungsmache", sagt Rüdesheim und wendet sich damit gegen die Meinung, die im jüngsten TV-Artikel vertreten wurde. Stattdessen verweist Rüdesheim auf etliche, viel kleinere Dörfer, die ebenfalls große Dorfgemeinschaftshäuser haben. Die Bitburger Stadthalle ist für ihn keine Alternative, um die Dorfgemeinschaft - gerade angesichts der vielen Neubürger - lebendig zu halten. Er will verhindern, dass Stahl irgendwann nur noch eine Schlafstätte vor Bitburg ist.
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