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Warum die Stadt Bitburg dringend mehr Wohnraum braucht

Kommentar : Wohnraum heiß begehrt

Egal wo in Bitburg neue Mehrfamilienhäuser entstehen, sind die Wohnungen längst vermarktet, noch bevor die Bagger rollen. Die Stadt kann sich freuen, dass sich so viele Menschen gerne dort ihr Zuhause einrichten würden.

Doch der Markt ist eng. Die Nachfrage übersteigt das Angebot – und das, obwohl seit Jahren ein Mehrfamilienhaus nach dem nächsten aus dem Boden schießt. Jenseits der konstant wachsenden Einwohnerzahl ist vor allem auch der gesellschaftliche Wandel Grund dafür, dass die Stadt beim Wohnungsbau weiter Nachholbedarf hat. Lebensumstände haben sich geändert. Einst war der Eintritt ins Berufsleben auch die Phase, in der Ehen geschlossen und Familien gegründet wurden. Mit dem Ergebnis, dass vor allem Einfamilienhäuser nachgefragt wurden. Heute leben junge Menschen länger alleine, binden sich später, gründen im Schnitt auch erst später eine Familie und suchen somit auch erst später vielleicht mal ein Haus, während sie vorher nach einer Wohnung Ausschau halten. Hinzu kommt die wachsende Gruppe jener, die nach Trennung oder Scheidung sich kein Haus mehr leisten kann oder will sowie die ebenfalls wachsende Gruppe alleinstehender Senioren, die noch gut alleine zurechtkommen, aber nicht mehr ein großes Haus samt Grundstück bewirtschaften möchten oder können. Kurzum: Der Bedarf an Wohnungen ist enorm gestiegen, und in Bitburg kann dieser Bedarf trotz der vielen Neubau-Projekte – derzeit vor allem im Süden der Stadt – nicht gedeckt werden. Das treibt, neben gestiegener Baukosten, letztendlich auch die Preise nach oben. Es wäre toll, wenn auf dem ehemaligen Müller-Flegel-Grundstück Platz zum Wohnen geschaffen wird. Fußläufig zur Innenstadt am Rand eines gewachsenen Wohngebiets samt Schule und Kita wäre das Grundstück dafür geradezu ideal.

d.dettmer@volksfreund.de