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Warum es auf Bitburgs Buckelpiste weiter rumpelt

Warum es auf Bitburgs Buckelpiste weiter rumpelt

1,2 Millionen Euro würde es kosten, die L 5 zwischen Bitburg und Bickendorf zu sanieren. Viel Geld angesichts der Tatsache, dass diese Straße keine Hauptverkehrsader mehr sein wird, wenn die Nord-Ost-Tangente kommt.

Bitburg/Rittersdorf. Wer in Bitburg in die Rittersdorfer Straße einbiegt, weiß, was ihn erwartet: dicht an dicht parkende Autos und etliche Straßenschäden. Auch außerhalb des Stadtgebiets wird die Buckelpiste nicht besser. Der harte Winter und der starke Verkehr haben deutliche Spuren auf der Landstraße 5 hinterlassen: Notdürftig geflickte Schlaglöcher und rissiger Asphalt sind eine Herausforderung für die Stoßdämpfer.
Jahr für Jahr werden rund 20 000 Euro in Ausbesserungsarbeiten für die Straße ausgegeben. Eine richtige Sanierung würde nach Schätzungen des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein knapp 1,2 Millionen Euro kosten. Dafür soll in einem sogenannten Bestandsausbau ein komplett neuer Belag auf die alte Straße aufgebracht werden. Aber wann diese Arbeiten beginnen, steht noch in den Sternen.
Die Strecke ist zwar im Investitionsplan des Landes für die Jahre 2009 bis 2013 vorgesehen. Aber laut Josef Arens vom LBM Gerolstein hängt die Realisierung derzeit an einem Bauwerk im Bereich der Umgehung Rittersdorf, dessen Statik noch berechnet werden müsse. Auch eine weitere Unbekannte beeinflusst die Planung: "Momentan ist die Rittersdorfer Straße eine Hauptverkehrsstraße, aber wenn die Nord-Ost-Tangente gebaut wird, ändert sich das", sagt Berthold Steffes vom Tiefbauamt der Stadt.
Kommt die große Umgehungsstraße in Bitburgs Norden, die seit Jahrzehnten geplant wird, rollt ein Großteil des jetzigen Verkehrs nicht mehr über die Rittersdorfer Straße. Die ungewisse langfristige Funktion der Straße mache es so schwierig, sich zu einer umfangreichen Sanierung durchzuringen.
Deshalb wurde nach dem Winter vorerst die "Flickschuster-Methode" angewendet: Die schlimmsten Stellen wurden für rund 4000 Euro mit einer dünnen Schicht Asphalt überzogen. Der komplette Neubau der Straße ist laut LBM frühestens für 2015 vorgesehen. mabu