Statement von Landrat Joachim Streit: Warum Landrat Streit in den Ring steigt

Statement von Landrat Joachim Streit : Warum Landrat Streit in den Ring steigt

Joachim Streit sieht kein Problem darin, dass er im Bitburger Wahlkampf mitmischt. Im Gegenteil. Er findet das genau richtig.

(de) Er macht Wahlkampf für die Liste Streit mit dem wohl wichtigsten Thema der Stadt: der Housing. Die, so sollte es der Stadtrat eigentlich beschließen, wäre voraussichtlich ohnehin im Zuständigkeitsgebiet von Joachim Streit gelandet. Schließlich war vorgesehen, dass der Zweckverband Flugplatz die Konversion der Housing übernimmt. Und in diesem Zweckverband, in dem sich Kreis und Stadt zu gleichen Anteilen (37 Prozent) sowie die Verbandsgemeinde Bitburger Land (24 Prozent) und die Ortsgemeinden Scharfbillig und Röhl (je ein Prozent) engagieren, ist der Landrat Verbandsvorsitzender.

Auf dem Flyer tritt Streit aber weder als Landrat noch als Vorsitzender auf. „Es ist der Listengründer und Namensgeber, der seine Liste unterstützt“, sagt Streit und erklärt: „Es ist die natürlichste Sache der Welt, dass ein Mitglied, egal welche Funktion es hat, in den Wahlkampf für seine Liste geht. Das entspricht gutem demokratischem Miteinander.“

Dass seine „Housing-Tour“ unmittelbar nach der Ratssitzung startet, in der der Stadtrat über das Housing-Thema entscheiden sollte, sei Zufall. Die Termine für die Tour seien schon im November abgestimmt worden. Da war natürlich die Tagesordnung der Ratssitzung nicht bekannt. Aber macht das diesen Alleingang besser? Dazu Streit: „Es ist keine Alleintour, da es ganz klar ein Flyer der Liste Streit ist.“

Sein Auftritt im Stadtratswahlkampf sei nichts anderes, als wenn CDU und SPD Merkel oder Malu für sich werben lassen. „Natürlich geht der bekannteste Politiker in den Ring, den eine Gruppierung hat. Wenn die SPD eine Veranstaltung hat und der Innenminister oder die Ministerprädentin kommt und für die CDU Frau Merkel gewonnen werden kann, dann ist man stolz. Wenn die CDU den Bürgermeister auf Fotos postet, ist das auch o.k., und wenn er von seiner Partei eingeladen wird und spricht, dann ist das super. Ran ans Volk und mit den Bürgern diskutieren. Warum sollte die Liste Streit beim Namensgeber eine Ausnahme machen?“

Und die Wahl des Themas? Für Streit ebenfalls eine klare Sache: „Am besten spricht man über etwas, von dem man Ahnung hat. Jetzt interessiert aber die Bitburger weniger die Dorfentwicklung, sondern städtische Themen. Da bin ich natürlich seit 25 Jahren richtig im Futter beim Thema Konversion: erst als Fraktionsvorsitzender, dann als Bürgermeister und seit 20 Jahren im Zweckverband.“

Ihm sei wichtig, dass bei der Umnutzung der Housing nicht gegen die Interessen der Bürger verstoßen werde. „Deshalb will die Liste Streit ins Gespräch kommen und selbst Stimmen hören. Ich finde das großartig“, sagt Streit. Denn es könne nur eine gemeinsame Lösung geben, wie ja schon auf dem Flyer steht. Und damit meint die Liste Streit eine gemeinsam (zusammen-) getragene Lösung „mit einer möglichst großen Schnittmenge“.

Unter dem Titel „Housing 3.0 – Chance für Bitburg“ lädt die Liste Streit zu zwei Diskussionsrunden mit Joachim Streit ein. Und zwar am Montag, 1. April, 19.30 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus im Stadtteil Stahl und am Dienstag, 2. April, 19.30 Uhr in der Alten Schule im Stadtteil Mötsch. Termine in Matzen, Erdorf und Masholder folgen.

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