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Was das Holz vor der Hütte Jahr für Jahr bringt

Was das Holz vor der Hütte Jahr für Jahr bringt

Das Geschäft mit dem Wald läuft. Die Preise auf dem Holzmarkt sind weiter auf hohem Niveau. Deshalb will die Stadt Bitburg wieder ordentlich Holz aus ihrem 900 Hektar großen Forst verkaufen. Das soll mehr als 320 000 Euro einbringen. Nach Abzug aller Kosten bleibt der Stadt ein Reingewinn von rund 110 000 Euro.

Bitburg. Das Tafelsilber der Stadt Bitburg ist grün und wächst. Jahr für Jahr macht die Stadt mit ihrem Wald Gewinn. Für 2015 ist im Forstwirtschaftsplan ein Reinerlös von rund 110 000 Euro eingeplant. Was sich auf den ersten Blick vielleicht nicht nach besonders viel anhört, summiert sich im Laufe von zehn Jahren aber auf einen Betrag von mehr als einer Million Euro - vorausgesetzt, die Preise auf dem Holzmarkt bleiben stabil.
Denn wie viel Geld Bitburg tatsächlich mit dem Verkauf von Holz aus dem städtischen Wald verdienen kann, hängt von Faktoren ab, die die Stadt nicht alle selbst in der Hand hat. Liegen die Holzpreise beispielsweise wegen eines Überangebots infolge von Sturmschäden am Boden, lassen sich Fichte und Co kaum versilbern. So haben zum Beispiel die Sturmtiefs "Kyrill" im Jahr 2007 und "Emma" 2008 dazu geführt, dass der Holzmarkt übersättigt war und auch im Bitburger Stadtwald deshalb weniger Holz geschlagen wurde, weil es sich nicht zu gutem Preis vermarkten ließ.
Nachfrage hoch, Preise stabil


Jenseits von Sturmschäden ist das Geschäft mit dem Wald aber auch abhängig von der allgemeinen Wirtschaftslage. Wird beispielsweise weniger gebaut, sinkt die Nachfrage nach Industrieholz - und damit auch die Preise, die sich damit pro Festmeter (siehe Extra) erzielen lassen. "Doch derzeit ist die Lage auf dem Holzmarkt recht erfreulich", erklärt Revierförster Otmar Koch. Die Nachfrage von Industrie und Sägewerken sei hoch und insbesondere die Preise beim Nadelholz auf "stabil hohem Niveau". Nadelholz wird etwa als Bauholz vermarktet oder zur Herstellung von Papier oder Spanplatten verarbeitet. So ist mengenmäßig der größte Einschlag auch bei Fichten und Tannen geplant.
Zahlen die Abnehmer gut, plant Revierförster Koch auch mehr Holz zu ernten als etwa in den Jahren schlechter Holzpreise. Genau das ist der Punkt, den die Stadt in der Hand hat: die Entscheidung, wie viel Holz welcher Baumarten geerntet werden soll. Festgelegt wird das im Forstwirtschaftsplan, den der Stadtrat einstimmig für 2015 beschlossen hat. Eingeschlagen werden sollen gut 5000 Festmeter. Das entspricht etwa 200 großen LKW-Ladungen voll Holz. Das ist die gleiche Menge wie im Vorjahr - und etwa 1000 Festmeter mehr, als beispielsweise 2009.
Der Verkauf des Bitburger Holzes soll im kommenden Jahr Einnahmen von rund 320 000 Euro bringen. Abzüglich aller Kosten - wobei vor allem das Personal mit rund 180 000 Euro zu Buche schlägt - erwartet Revierförster Otmar Koch 2015 einen Gewinn von 110 000 Euro für die Stadt Bitburg.Extra

Der Festmeter: Ein Festmeter ist die gebräuchlichste Maßeinheit beim Handel mit Holz. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter fester Holzmasse ohne Zwischenräume. Für Fichten-Sägeholz gibt es derzeit bis zu 100 Euro pro Festmeter. Die Ernte: Für 2015 plant die Stadt folgende Ernte: Fichte/Tanne (2110 Festmeter); Buche: 1641 Festmeter; Kiefer/Douglasie/Lärche: 510 Festmeter und Eiche: 790 Festmeter. Das Gemeinschaftsrevier: Seit 2009 bildet Bitburg mit Fließem und Steinborn ein Gemeinschaftsrevier, das von einem Forstteam gemeinsam bewirtschaftet wird. Das Revier hat insgesamt eine Größe von rund 1650 Hektar Wald. Davon gehören 900 Hektar der Stadt Bitburg, 650 Hektar Steinborn, 100 Hektar Fließem. scho