Was Männer an der Theke denken ...

Was Männer an der Theke denken ...

Hätte er vorher gewusst, dass in den Kyllburger Kneipen nicht nur ein Frischgezapftes, sondern auch warmer Sambuca zum Umfallen gut schmeckt, dann hätte der Journalist und Autor Bernd Imgrund vielleicht auch ein Kapitel in seinem Buch "Kein Bier vor Vier" Kyllburg gewidmet. Im Sommer hat er dort ein Haus gekauft, heute Abend gibt er mit einer Lesung seinen Einstand.

Kyllburg. "Nirgends wird so viel gelabert wie in Kneipen und beim Friseur", sagt Bernd Imgrund. Er muss es wissen. Hundert Tage lang ist er durch ganz Deutschland gezogen, von einer Kneipe in die andere, hat Thekengesprächen und einsamen Monologen gelauscht, um der Seele der Menschen auf den Grund zu gehen. Getroffen hat er Selbstdarsteller, Quartalstrinker und einsame Frauen. "Männer sind zwar in der Überzahl, aber nicht glücklicher", fasst er zusammen, was er erlebt und in seinem Buch "Kein Bier vor Vier" niedergeschrieben hat. Kyllburg ist übrigens darin nicht erwähnt - seine Kneipenerfahrung an der Kyll hat er erst gemacht, als er im Sommer dort ein Haus gekauft hat. "Ein interessanter Einstieg, um Leute kennenzulernen", lacht der Kölner, der sich bei regelmäßigen Motorradfahrten durch die Eifel in das Städtchen verliebt hat.
Heute, Freitag, 20. November, um 19.30 Uhr liest er im ehemaligen Schreibwarengeschäft Atzhorn in der Bahnhofstraße 2 - eine Lesung übrigens nicht nur für Frauen, die die geheimen Gedanken der Männer gelüftet haben wollen, sondern auch für Männer, die mutig genug sind, sich den Spiegel vorhalten zu lassen. Der Eintritt kostet sieben Euro.