Was tun, wenn's brennt?

PRÜM. (ahe) Schauplatz der Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Prüm war in diesem Jahr das Prümer Rathaus. Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Prüm, der Löschtrupp Niederprüm und das DRK Prüm.

Am Samstagabend bot sich auf dem Prümer-Sommer-Platz ein spektakuläres Bild: die Freiwillige Feuerwehr Prüm und der Löschtrupp Niederprüm bekämpften im Rahmen ihrer Jahresabschlussübung einen imaginären Brand im Prümer Rathaus. Die Situation, die sich den Feuerwehrleuten bei ihrem Eintreffen bot, war folgende: In der dritten Etage des Rathauses hatte sich ein Bürobrand ausgebreitet. Flure und Treppenhaus waren beim Eintreffen der Feuerwehr schon stark verqualmt, und der Brand drohte, auf das vierte Geschoss überzugreifen. Zu dieser Zeit befanden sich noch Personen im Gebäude. Einige konnten sich retten, anderen blieb wegen starker Rauchentwicklung der Ausweg versperrt. Durch dieses Szenario wurden verschiedene Möglichkeiten der Rettung von Personen aus Höhe geübt und demonstriert. Mehrere Arbeitsmaterialien waren im Einsatz: eine vierteilige Steckleiter, die bis zu einer Höhe von 8,4 Metern verwendet werden kann, des Weiteren eine dreiteilige Schiebeleiter, die eine Länge von bis zu 14 Metern erreichen kann. Außerdem war die Prümer Feuerwehr mit ihrer Drehleiter angerückt, mit der Personen auch aus 30 Metern Höhe geborgen werden können. Zusätzlich wurde die Selbstrettung mittels "Rollgliss" demonstriert. Ein "Rollgliss" ist ein Flaschenzugsystem, das zur Personenrettung aus Höhen und Tiefen und auch zum Transport von Lasten verwendet wird. Es besteht aus einem Sicherheitsseil, Gurten und Karabinern. Die Länge des Seils beträgt bis zu 60 Meter. Von den Personen, die durch die starke Rauchausbreitung im Obergeschoss eingeschlossen waren, wurden zwei über die Drehleiter gerettet, waren aber in so einem stabilen Zustand, dass sie nicht weiter behandelt werden mussten. Auch Bürgermeister Aloysius Söhngen verließ das Rathaus über diesen ungewöhnlichen Weg, allerdings hatte er sehr mit den Auswirkungen des Rauches zu kämpfen und wurde am Boden von Mitarbeitern des DRK Prüm im Empfang genommen und mit einer Trage zum Krankenwagen gebracht. Diese zusätzliche Showeinlage wurde von den Zuschauern der Übung sehr begrüßt. gel/bre

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