Wasser auf Windgegners Mühle

Wasser auf Windgegners Mühle

Technik birgt Gefahren, das gilt für Autos, Flugzeuge, Kernkraftwerke und Windräder. Ziel muss es sein, die Risiken so gering wie möglich zu halten. Sicherheit darf kein Zufall sein. Deshalb wird man - nicht nur in Sefferweich - gründlich untersuchen müssen, wie es dazu kam, dass der Rotor einer Anlage zerbrechen konnte, obwohl alle Sicherungseinrichtungen funktionierten.

Der Fehler muss gefunden und behoben werden. Im mit Ideologie überladenen Streit um Windenergie wird der Vorfall Wasser auf die Mühlen der Spargel-Gegner sein. Ein grundsätzliches Argument gegen Windenergie lässt sich aus dem Unfall freilich nicht ableiten. Denn dass auch Rotortechnik Gefahren birgt, konnte nie jemand ernsthaft bestreiten. Diese halten sich jedoch im Vergleich zu anderen Arten der Energieerzeugung auch nach dem Unfall in Sefferweich in überschaubarem Rahmen. l.ross@volksfreund.de