Wasser wird um sechs Cent pro Kubikmeter teurer

Bitburg/Prüm · Das Eifeler Wasser wird teurer. Künftig werden bei den Kommunalen Netzen Eifel, die große Teile des Kreisgebiets versorgen, neben dem Preis von 1,63 Euro pro Kubikmeter Wasser noch zusätzliche sechs Cent pro Kubikmeter fällig. Das wird auf der Rechnung extra aufgeführt, da es sich um eine Abgabe handelt, die das Land fordert.

Bitburg/Prüm. Die vom Kreistag des Eifelkreises Bitburg-Prüm beschlossene Anhebung des Wasserpreises gilt ab dem 1. Januar 2013. Hintergrund der Erhöhung ist ein neues Gesetz der Landesregierung, das Kommunen wie auch Unternehmen, die sich aus dem Grundwasser bedienen, zur Kasse bittet - der sogenannte Wassercent. Das Geld, das durch dieses Wasserentnahmegesetz eingenommen wird, soll komplett in den Gewässerschutz fließen (der TV berichtete). Um deutlich zu machen, dass die Kommunalen Netze Eifel den Wasserpreis bei 1,63 Euro pro Kubikmeter stabil halten, wird der Betrag, der durch das neue Landesgesetz nun fällig wird, auf der Rechnung gesondert ausgewiesen.
Macht drei Euro mehr im Jahr


Es geht um zusätzliche sechs Cent pro Kubikmeter. Ein Kubikmeter Wasser sind 1000 Liter. Der durchschnittliche Verbrauch liegt in Deutschland bei rund 50 Kubikmeter pro Person und Jahr. Damit belastet die Erhöhung die Kunden der Kommunalen Netze Eifel, wozu im Eifelkreis die Bürger aller Verbandsgemeinden (VG) außer der Stadt Bitburg sowie den Verbandsgemeinden Irrel, Speicher und Teile von Bitburg-Land gehören, mit drei Euro im Jahr.
Zudem hat der Kreistag beschlossen, die Grundgebühr für die Wasserzähler von derzeit 80 Euro auf 84 Euro zu erhöhen. Dagegen sprach sich die Fraktion der Grünen aus, für die Helmut Fink argumentierte: "Eine Erhöhung des Grundpreises belastet Kleinabnehmer, etwa ältere alleinstehende Menschen zu sehr. Zudem fehlt bei der Erhöhung des Grundpreises der Anreiz, den Wasserverbrauch zu drosseln." Die Grünen beantragten, die geplante Erhöhung der Grundgebühr lieber auf den Wasserpreis draufzuschlagen.
Herbert Mohnen (CDU) widersprach diesem Vorschlag: "Wir haben ja nicht nur arme alleinstehende Menschen, sondern auch Familien mit drei, vier Kindern, denen ebenfalls das Nötigste fehlt, und die eine Erhöhung des Mengenpreises stärker belastet als eine Erhöhung der Grundgebühr. Nico Steinbach (SPD) ergänzte, dass es unter den Singlehaushalten sicher auch viele solcher gibt, für die eine Erhöhung der Grundgebühr um vier Euro kein Problem darstellt.
Landrat schlägt Kompromiss vor


Am Ende der Diskussion einigte sich der Kreistag auf einen Vorschlag von Landrat Joachim Streit: Bei der nächsten anstehenden Wasserpreis-Erhöhung sollen mehrere Varianten durchgerechnet werden - eine Erhöhung des Grundpreises sowie alternativ dazu eine Erhöhung des Mengenpreises oder eine Kombination aus beidem. Damit erklärten sich auch die Grünen einverstanden, zogen ihren Antrag zurück und beschlossen mit ihren Kreistagskollegen die Wasserpreis-Erhöhung. scho

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