Wasserratten schöpfen Hoffnung

Wasserratten schöpfen Hoffnung

KRONENBURG. Mit großer Genugtuung haben die Mitglieder des Zweckverbands Kronenburger See zur Kenntnis genommen, dass die Wasserqualität wieder stimmt. Gleichzeitig lobten sie die Bemühungen, das beliebte Naherholungsgebiet rundum attraktiver zu machen.

Am Kronenburger See tut sich was. "Bisher lag der See sehr ruhig hier", meint Dahlems Bürgermeister Reinhold Müller. Da das Gewässer aber so langsam in die Jahre gekommen sei, wie Müller und weitere Vertreter des Zweckverbands Kronenburger See finden, wird er nun kräftig verjüngt.Als erstes hat man sich den Kiosk vorgeknöpft, der am Ende der Parkplatzreihe zu finden ist. "Der damals erbaute Kiosk war wunderschön, solange es in der Eifel 30 Grad und wärmer war", witzelt der Bürgermeister, der gleichzeitig auch als Verbandsvorsteher fungiert. Für eine Allwetternutzung war der Kiosk aber nicht geeignet.Ein Kiosk für das ganze Jahr

Das soll sich nun ändern. Müller: "Wir haben nun eine Einrichtung geschaffen, die fürs ganze Jahr nutzbar ist. Nicht nur Wasser- und Sonnentouristen finden hier Unterschlupf, auch Wanderer treffen zur Herbst- und Winterzeit auf eine offene Tür und ein heimeliges Ambiente."Der ehemalige Kiosk, den Mitarbeiter des Architekturbüros Becker aus Kall umbauten, beeindruckt als heller, abgeschlossener Raum; einem großen Wintergarten ähnlich. Er trägt jetzt den Namen "Ferdis Bootshaus".Eine kleine Menükarte wartet auf die Gäste sowie eine Kaffeespezialitätenauswahl. Als Pächter konnte Heinz Bausch aus Bitburg gewonnen werden, der die Animations- und Freizeitagentur "Afunti" betreibt und auch am Biersdorfer See für Bewirtung und Aktivitäten verantwortlich zeichnet. Bausch wird außerdem die Vermietung der Boote am Kronenburger See übernehmen. Als examiniertem Sportlehrer und ehemaligem Leistungssportler werden Bausch wohl so manche neuen und trendigen Sportarten für die Besucher einfallen.Im Frühjahr dieses Jahres kümmerte sich der Zweckverband um die Liegeflächen. "Die Liegewiesen waren so zugewachsen", erzählt Müller, "man sah von ihnen nichts mehr und auch nichts vom See. Zudem haben wir den Uferrand in Ordnung gebracht und weißen Kies aufgeschüttet. Die Wasserqualität des Sees ist inzwischen auch ausgezeichnet."Der Umbau des Kiosks kostete den Zweckverband 160 000 Euro. Für weitere Investitionen fand Bürgermeister Reinhold Müller in den vergangenen Tagen "zufällig" eine Landeszusage von 100 000 Euro auf seinem Schreibtisch. 50 000 Euro wird der Zweckverband im kommenden Jahr noch drauflegen, dadurch werden eine Wasserrutsche, ein Riesentrampolin mitten auf dem See und ein Beachvolleyballfeld realisierbar.Am Tag rund 750 Autos

Um wenigstens etwas von den rund 200 000 Euro Unterhaltskosten, die der Kronenburger See dem Verband in jedem Jahr beschert, einzuholen, hob man die Parkgebühr seit einigen Wochen auf zwei Euro täglich an.Erfreut zeigten sich die Verantwortlichen unterdessen über den gewaltigen Zulauf in diesem Traumsommer. "Pro Tag standen hier rund 750 Autos", wusste Seewärter Paul Schneider zu berichten. Das bedeutete manchmal 2000 Besucher täglich.

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