Wasserspiele zur Prümer Kirmes

Prüm · Die Prümer Kirmes ist vor dem Schlussknaller mit dem Feuerwerk um 22 Uhr heute Abend bisher durchwachsen gelaufen. Das lag nicht an Angebot und Zusatzprogramm, sondern allein am Regen, der immer wieder die Stimmung trübte.

Prüm. Prümer Kirmessonntag, gegen 16 Uhr: Gerade ist wieder ein Schauer runtergekommen. "Schade, dass es immer sonntags regnet", sagt Benedikt Esch aus der Abteistadt. "Aber trotzdem gehen wir wieder laufen."
Esch nimmt nämlich um 17 Uhr mit seinem siebenjährigen Sohn Gabriel beim Benefizlauf zu Live-Musik ("Rock and Run") teil, das sei schon eine kleine Tradition. Und wie viele Runden durch die Innenstadt schafft Gabriel?Und alle trotzen dem Mistwetter


"Drei!", sagt er. Aber es werden bestimmt noch mehr: "Im letzten Jahr", sagt Papa Benedikt, "ist er zwölf gelaufen." Das Geld, das die weit mehr als 200 Sportler, darunter viele Kinder, mit ihren gesponsorten Runden zusammenlaufen, geht an die Kinder- und Jugendarbeit der Caritas Westeifel.
Mistwetter, das sagen alle, die am Sonntag über den trotzdem gut gefüllten Hahnplatz spazieren - dann eben mit Regenschirm. "Rock and Run em Rään", im Regen also, bringt es Dieter Simon, Chef des Postferiendorfs, schön stabreimend auf den Punkt. Trotzdem sei die Kirmes schön und habe viel im Angebot, findet auch er.
Und deshalb: Jammern gilt nicht. "Es ist immer eine Mischkalkulation", sagt Julia Peter vom Trio der Prümer Kirmeswirte, zu denen auch Werner Arens und Markus Pint gehören. Man dürfe nicht nur auf ein Jahr schauen, sondern müsse es über mehrere hinweg betrachten - und dann komme das alles irgendwie hin. Bis in den Sonntag hinein bleiben aber alle noch ein bisschen skeptisch, ob es in diesem Jahr noch hinhaut: "Hauptsache, der Montag bleibt trocken", sagt Markus Pint.
Bestens gelaunt ging die Salvator-Kirmes am Freitag los: Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy ließ locker das erste Bier laufen, die ersten Zecher standen parat, der Abend verlief prima - bis dann Blitz, Donner und Regen den Gastgebern und Besuchern die Stimmung verhagelten.Hits von Beatles und Kinks


Dafür entschädigte dann der Samstag: Denn nachdem es aus der Nacht heraus noch kräftig geschüttet hatte, ließ die Sonne doch erheblich bessere Laune aufkommen, viele tummelten sich an Buden und Fahrtgeschäften oder den Getränke- und Essensständen. Und als sie sich langsam wieder verabschiedete, enterten die Eifeler Musiker von den Acapulco Firebirds die Bühne auf dem stark gefüllten Hahnplatz und lieferten einen schönen Auftritt mit lauter Hits von den Beatles, Kinks, Shocking Blue und vielen weiteren bekannten Gruppen und Solisten.Heute Abend Höhenfeuerwerk


Am Sonntag einer der Extra-Programmpunkte: Das Entenrennen auf der Prüm, für das die Besucher Patenschaften über die gelben Plastik-Athleten übernehmen konnten. Lohn der Aktion des Jugendrotkreuzes: 1100 Euro für den Verein Nestwärme in Trier. Viel Gutes also auf der Prümer Kirmes.
Heute Abend geht die Kirmes mit dem großen Höhenfeuerwerk zu Ende, es steigt gegen 22 Uhr.