Wechsel nach 44 Jahren

Das 44 Jahre alte Feuerwehrfahrzeug in Schüller hat ausgedient. Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W) im Wert von 80 000 Euro segnete der in Schüller geborene Pater Franz Harings ein.

Schüller. "Die Feuerwehr Schüller ist mit dem neuen Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W) zufrieden", stellte Wehrführer Thomas Pfeil bei der Einsegnung und Übergabe am Samstagabend fest.

"Zwar ist das neue Fahrzeug etliche Tonnen leichter und erheblich kleiner als sein Vorgänger. Aber es ist agiler und besitzt nahezu den gleichen Einsatzwert", erklärte Pfeil.

Die Bürger, Nachbarwehren, Beigeordnete Waltraud Pfeil, Klaus Finken (stellvertretender Wehrleiter), Frank Leuwer (Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband) und der ehemalige Wehrführer Matthias Meyer nahmen an der Feierstunde im Bürgerhaus teil.

Für Wehrleiter Helmut Bauer bedeutete es eine große Freude, in diesem Jahr schon das dritte Fahrzeug im Rahmen der Ersatzbeschaffung für die Verbandsgemeinde (VG) Obere Kyll in Dienst zu stellen (der TV berichtete).

Hierbei richtete er den Dank an den Rat und die Verwaltung der VG und wünschte guten Einsatz mit dem neuen TSF-W.

Der in Schüller geborene Pater Franz Harings reiste eigens aus Fulda zur Einsegnung an und betete zum heiligen Florian: "Schütze die Leute, die ihren Dienst zum Wohle der Menschen verrichten."

35 000 Euro Zuschuss vom Land erwartet



Bürgermeister Werner Arenz umriss die Entscheidungen für die Beschaffung des TSF-W auf einem Fahrgestell "Iveco Daily". Den Kofferaufbau und Einbau der Ladehalterung übernahm die Firma Brandschutztechnik Görlitz (BTG), eine Tochterfirma von Iveco Magirus. Auf rund 80 000 Euro belaufen sich die Gesamtkosten, wobei die Beladung vom Altfahrzeug übernommen wurde.

Wegen der fest eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe musste eine neue Tragkraftspritze (9300 Euro) gekauft werden. Zu den Kosten für Fahrgestell (32 400 Euro), Aufbau (36 700 Euro) und ergänzende Beladung (10 800 Euro) gewährt das Land Rheinland-Pfalz voraussichtlich einen Zuschuss von 35 000 Euro.

Allerdings: "Wir müssen vier bis fünf Jahre auf die Zuwendungsmittel warten und mit beträchtlichem Zinsaufwand vorfinanzieren", schränkte Arenz ein.

Das Konzept der Ersatzbeschaffung in der gesamten VG erstreckt sich auf einen Zehn-Jahres-Zeitraum ab 2004 bei Gesamtinvestitionen von einer Million Euro, Zuschuss 411 000 Euro und Eigenanteil der VG 589 000 Euro.

In den bisherigen vier Jahren flossen schon 600 000 Euro Investitionen.

"Auf die Wünsche der Feuerwehr Schüller wurde eingegangen, denn die Kameraden müssen vor Ort mit dem Gerät arbeiten", sagte der Verwaltungschef bei der Schlüsselübergabe.

Das Löschfahrzeug mit 750 Liter Wasserinhalt passt in die gesamte Konzeption, zumal die Einsatzkräfte in verschiedenen Orten zusammenarbeiten, sogar länderübergreifend.