Weg nach oben

Hinter dem märchenhaft anmutenden Angebot, den Flugplatz Bitburg mit Millionen-Investitionen zu einem florierenden Bit-Airport auszubauen, stehen noch viele Fragezeichen. Vor allem vermag bisher keiner schlüssig zu erklären, warum private Anleger ihr Geld ausgerechnet in ein hochriskantes und selbst im Erfolgsfall nicht außergewöhnlich renditeträchtiges Geschäft wie einen Regionalflughafen stecken sollten.



Zugleich scheint in Bitburg, gerade seit der Schließung der US-Airbase im Jahr 1994, vieles, auch unerwartet Positives möglich. Die Stadt hat sich nach dem Schock vor 15 Jahren nicht nur erholt. Aus der einst stark amerikanisch geprägten und in Teilen hässlichen Kleinstadt ist ein selbstbewusstes, eigendynamisches Wirtschaftszentrum geworden, das sich auch optisch zu seinem Vorteil verändert hat: Auf dem nicht fliegerisch genutzten Teil der Ex-Airbase gibt es heute weit mehr Arbeitsplätze als zu Zeiten, als dort noch US-Jets starteten. Die Leerstandsquote in der Innenstadt ist niedriger als in allen anderen Städten der Region. Die Stadt ist das unbestrittene Zentrum des Autohandels in der Region. Sie ist Einkaufsstadt sogar für Menschen aus dem Trierer Umland, beherbergt mit dem Bedamarkt die publikumsstärkste Leistungsschau der Region und hat gerade mit der Bitburger Markenwelt und der Stadthalle einen neuen Publikumsmagneten bekommen. Selbst wenn aus den hochfliegenden Flugplatzplänen nichts werden sollte, ist Bitburg weiter auf dem Weg nach oben.