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Weihnachtsbaumaktion: 1260 Gründe, sich zu freuen

Bitburg : Weihnachtsbaumaktion: 1260 Gründe, sich zu freuen

Bei der Bitburger Weihnachtsbaumaktion sind deutlich mehr Geschenke zusammengekommen als in den Jahren zuvor. Jetzt müssen sie nur noch verteilt werden.

Bis in den späten Dienstagabend hat das Licht im Bitburger Autohaus Schaal noch gebrannt. Der Grund: Karin Bujara-Becker und ihr Mann Edgar Bujara auf nächtlichem Einsatz zur Rettung des Weihnachtsfestes. Stundenlang hätten sie noch Geschenke verpackt, sagt die 57-Jährige. Um auch ja rechtzeitig zum 16. Dezember fertig zu werden. Bevor die Weihnachtselfen vom Karree Eifel und der Sozialstation Südeifel sie an die bedürftigen Familien verteilen.

Das Ergebnis, es kann sich sehen lassen: Pakete über Pakete stapeln sich auf der oberen Etage des Autohauses. Eine Spur aus bunt verpackten Kartons, Tüten und Umschlägen führt von der kleinen Lounge durch einen Büroflur bis in den Lagerraum.

Es ist diesmal wirklich einiges zusammengekommen. 1260 Geschenke haben die Eifeler bei der 26. Bitburger Weihnachtsbaumaktion gespendet. Und somit rund 200 mehr als im letzten Jahr, wie Organisatorin Bujara-Becker sagt. Die Gutscheintüten, Süßigkeiten und Lebensmittelkörbe nichtmal mitgezählt. 

„Wir konnten somit alle Wünsche erfüllen — von Kleidung über Bettwäsche bis hin zu Essen und Spielzeugen für die Kinder.“ Und täglich kämen noch weitere Pakete dazu. Obwohl an den Weihnachtsbäumen in den teilnehmenden Eifeler Geschäften ja längst keine Wunschzettel mehr hängen, kommen immer noch Leute mit Geschenken vorbei.

„Da war zum Beispiel eine Dame, die hat uns noch selbstgestickte Decken und Stolas gebracht“, sagt Martina Altfasser von der Sozialstation Südeifel: „Sie wollte sie eigentlich auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen.“ Weil der jetzt nicht stattfand, hat sie sie dann gespendet.

Dabei hätte man ja eigentlich meinen können, dass die Spendenbereitschaft im Corona-Jahr nachlässt, wundert sich die Christdemokratin, die auch im Bitburger Stadtrat sitzt: „Weil manch einer durch die Krise ja vielleicht nicht mehr in der glücklichsten finanziellen Situation ist.“ Doch das Gegenteil sei der Fall gewesen, sagt die 57-Jährige: „Vielleicht haben die Menschen einfach die Not gesehen, die durch die Pandemie ja größer wird.“

„Bei diesem Anblick geht mir das Herz auf“, sagt auch Altfasser, als sie den gewaltigen Paketstapel sieht. Die 26 ausgewählten Senioren, die von ihren Mitarbeitern betreut werden, werden sich sicher freuen, meint die Leiterin der Sozialstation.

Auch Thomas Kallwitz und Frank Pfeiffer, Geschäftsführer des Bitburger Familienhilfevereins Karree Eifel sind sehr zufrieden mit den zusammengekommenen Spenden. In den kommenden drei Tagen werden Mitarbeiter die Päckchen zu den rund 45 bedürftigen Kindern in Bitburg und Umgebung bringen. Altfasser von der Sozialstation sagt: „Auch wir versuchen, es bis Heiligabend mit der Zustellung zu schaffen.“