Weihnachtsgrüße aus Bitburg: Wie ein Brief nur mit der Adresse „England“ seinen Empfänger erreicht hat
Bitburg · Kann ein Brief nur mit der Angabe „England“ versehen seinen Bestimmungsort erreichen? Er kann! Paul Biggs, Empfänger der Weihnachtsgrüße seiner Freunde aus Bitburg, hat darüber nicht schlecht gestaunt.
Longlevens ist ein Ortsteil der englischen Stadt Gloucester. Dort lebt Mister Paul Biggs. Dieser Tage hat der Brite eine faustdicke Weihnachtsüberraschung erlebt. Der Postbote klingelte bei ihm und fragte ihn, ob er Post aus Deutschland erwarte. Biggs antwortete, das könne sein, denn er habe Freunde dort. Woraufhin der Bote ihm einen Brief überreichte und ihn bat, sich diesen doch einmal anzusehen.
Auf dem Umschlag war weder Name noch Adresse vermerkt, sondern nur ein Wort: "England". Biggs entdeckte jedoch auf der Rückseite die Adresse seiner Freunde aus Bitburg - und so kam das Schreiben schließlich korrekt an. Biggs erzählte dem britischen Sender BBC: "Ich konnte es nicht glauben, es war unheimlich!" Er und seine Frau seien absolut schockiert gewesen. Der Brief sei montags von seinen Freunden in Deutschland über das Sortierzentrum in Bitburg verschickt und ihm bereits am Mittwoch ausgehändigt worden.
Er sei nicht geöffnet worden. "Wie um alles in der Welt wussten Sie, dass der Brief für mich war?", hat Biggs laut BBC den Postboten gefragt. Da habe er von diesem zur Antwort bekommen, er habe es gar nicht gewusst, sondern er sei mit dem Schreiben von einem Haus zum anderen gewandert, bis er beim richtigen Empfänger gelandet sei.
Ein Sprecher der königlichen britischen Post sagte der BBC, das Team der Post-Adressdetektive sei für seine Fähigkeiten bekannt, trotz spärlicher Angaben Empfänger ausfindig zu machen. Doch diese Zustellung sei schon selbst für ihre hohen Standards "pretty impressive", auf Deutsch: ziemlich beeindruckend. PS: Vermutet wird, dass auf dem Briefkuvert ein Etikett mit der korrekten Adresse klebte, das sich wohl gelöst hat.