WEIHNACHTSMÄRKTE

Zu unserem Bericht "Lissingen lockt mehr Leute" (TV vom 5. Dezember) schreibt dieser Leser:

In den vergangenen Jahren hat die Hillesheimer Werbegemeinschaft mit großem Erfolg einen beliebten Hallenweihnachtsmarkt etabliert. Durchgeführt wurde das Spektakel bislang von einem Veranstalterpaar aus Gerolstein, das dafür angemessen entlohnt wurde. Als Begleiterscheinung aber wurde der Markt jahrelang defizitär betrieben. Es geht nicht darum, große Gewinne einzufahren, denn ein gelungener Weihnachtsmarkt ist letztlich eine Prestigefrage, der dem Marktstädtchen gut zu Gesicht steht. In erster Linie ist es wichtig, dass die Gäste und die Aussteller glücklich und zufrieden sind. Aber es bestand der verständliche Wunsch, irgendwann einmal kein Geld mehr zuschießen zu müssen. Daher wurde beschlossen, dieses Jahr finanziell anders zu planen. Werbegemeinschaft und Organisatoren gingen nun getrennte Wege. Nun stand die Werbegemeinschaft vor der Herausforderung, mit erhöhtem persönlichem Engagement und der Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher und Helfer den Markt selbst durchzuführen. Dass die früheren Organisatoren "ihre" Aussteller dann in einem Brief dahingehend fehlinformierten, der Hillesheimer Weihnachtsmarkt finde in diesem Jahr nicht statt, machte die Planung nicht leichter und sorgte dafür, dass viele Aussteller sich für Lissingen anmeldeten, wo der Weihnachtsmarkt auch noch exakt auf denselben Termin gelegt wurde. Trotzdem fanden sich für Hillesheim annähernd noch einmal so viele Aussteller wie im Vorjahr. Das Sortiment wurde durch ungewöhnliche neue Ideen sogar noch reichhaltiger und wertiger. Am Ende waren sich in Hillesheim alle Beteiligten einig: Das Ziel ist erreicht worden. Eigentlich könnte man froh sein, dass zwei parallel laufende Veranstaltungen in der Region sich zu etablieren scheinen. Aber dem Volksfreund scheint in seinem Nachbericht die Entzweiung der Veranstalter wichtiger zu sein. Wenn man sich aber schon dazu entschließt, den Bericht auf einen kleinkarierten Weihnachtsmarkt-Wettstreit zuzuspitzen, muss man beide Seiten hören. Diese Darstellung war aber einseitig gefärbt, die reißerische Titelzeile "Lissingen lockt mehr Leute" klingt irgendwie nach einem K.o.-Sieg und stützt sich dabei noch nicht mal auf Fakten, denn die Besucher sind noch nicht gezählt. Es wäre schön gewesen, wenn die Lage differenzierter dargestellt worden wäre. Ralf Kramp, Hillesheim