Weinsheimer Eltern erneuern den Spielplatz

Eltern-Initiative : Sie haben es geschafft

Versprechen gehalten: Die Weinsheimer Eltern-Initiative hat Spielplatz und Bushalle erneuert und verschönert. Die Kinder packten mit an, und die Ortsgemeinde gab das nötige Geld.

Für Valentin Fösges, zehn Jahre alt, ist völlig klar, was er am besten findet auf dem neuen Weinsheimer Spielplatz: „Die Wippe!“, ruft er. Aber auch alles andere sei super geworden, findet Valentin. „Vom Drehkarussell bin ich einmal runtergefallen“, erzählt er uns. War aber nicht schlimm, weil: Rund um die neuen Spielgeräte haben die Eltern große Kiesflächen angelegt, in denen man sanft landen kann.

Der Weinsheimer Spielplatz, mitten im Dorf, unter Bäumen und mit ganz viel Grün: Vor genau einem Jahr und einem Monat – am 17. Juli 2017 – berichteten wir über das Vorhaben der etwa 20-köpfigen Arbeitsgruppe, alles junge Eltern, die die Anlage erneuern wollten.

So schön kann eine Wartehalle sein. Im Bild einige der jungen Künstler, die dabei geholfen haben. Foto: Fritz-Petzer Linden/Fritz-Peter Linden

Bei der Gemeinde, sagt Ortsbürgermeister Peter Meyer, fand man die Idee so gut, dass die Finanzierung kein Problem war: „Wir haben die Spielgeräte gekauft und die Materialkosten für die Erneuerung übernommen.“

Der schicke Kletterturm auf dem neuen Spielplatz: Superding, finden die Kinder. Foto: Fritz-Petzer Linden/Fritz-Peter Linden

Das waren 34 500 Euro für Kletterturm, Wippe, Drehscheibe und die anderen Geräte und 8800 Euro fürs Baumaterial. Immerhin – „das große Sahnehäubchen“ sagt Meyer, sei aber, dass die Eltern alles selbst erledigt hätten. Und auch die Bushaltestelle direkt vor dem Platz neu hergerichtet. „Eine vorbildliche Aktion, die man nicht genug loben kann.“

Toll geworden, oder? Eltern und Kinder haben den Spielplatz und die Bushalle in Weinsheim erneuert und verschönert. Foto: Fritz-Petzer Linden/Fritz-Peter Linden

Zumal Kinder und Jugendliche aus dem Dorf die Wartehalle mit Farbe füllten: Zwei Bilder hängen dort jetzt, und auf einer Wand ist Graffiti zu sehen (beziehungsweise „Konfetti“, wie einer dazwischenruft). Die Sprühkunst mit dem Schriftzug „Weinsheim“ übernahmen die Jugendlichem, die ganz Kleinen malten an den Bildern mit. Klare Sache, dass Anna Meyer (7 Jahre) das super findet und viel besser als vorher: „Weil es bunter ist.“

Foto: Michael Kill

Stimmt, Anna. Überhaupt, alles „sieht ganz toll aus“, sagt Denise Götz von der Elterngruppe. Kein Wunder: „Die Männer, die da geschuftet haben, haben viele Stunden dort verbracht.“
Michael Kill, einer der beteiligten Väter, der zugleich auch im Gemeinderat sitzt, hat die Arbeiten koordiniert – und alles aufgelistet: 40 Helfer bauten den alten Spielplatz ab und den neuen auf, sie erneuerten den Zaun drumherum, erweiterten eine Natursteinmauer auf dem Gelände und strichen das Bushäuschen. Am Ende kamen 660 Stunden Eigenleistung zusammen.

Saubere Sache – und alles abgestimmt mit Günter Wilwers, dem Bauamts-Chef der Verbandsgemeinde Prüm. Weil ja bei Auswahl und Kauf der Spielgeräte „sicherheitsrelevante Dinge“ zu beachten gewesen seien, sagt Wilwers. Entsprechend habe man nur mit Firmen gearbeitet, die normgerechte Geräte herstellen und verkaufen.

Kurz: alles fertig, alles prima. Und wie im vorigen Jahr sind fast alle beim TV-Fototermin dabei und verhalten sich richtig professionell. Vor allem die Kinder. Und für die ist das alles ja auch gedacht.

Die Weinsheimer feiern am Sonntag, 19. August, die Eröffnung des Spielpatzes: Beginn ist um 11.30 Uhr mit dem offiziellen Teil inklusive Einsegnung, danach ist buntes Treiben mit Essen, Trinken und, was denn sonst: spielen.

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