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Welchenhausen: Die nächste Ausstellung eröffnet in diese Tagen

Ausstellung : Kunst mit philosophischer Beilage

Neue Bilder: Trotz Corona eröffnet in Welchenhausen demnächst wieder eine Ausstellung, diesmal mit Künstlerin Sabine Rixen.

(fpl) Gute Nachricht von Leonie Simons, der Vorsitzenden des Museumsvereins der Wartehalle Welchenhausen: „Trotz Pandemie machen wir weiter, da unsere Ausstellungshallen ja rund um die Uhr geöffnet und für jedermann frei zugänglich sind“, sagt sie.

Stimmt, das Minimuseum in der kleinen Buswartehalle hat ja keine Tür. Deshalb werde man „Besuchern, Gästen und Wanderern“ wieder  eine neue Ausstellung im Museum präsentieren, diesmal bestritten von Künstlerin  Sabine Rixen aus dem ostbelgischen Eupen. „Unsere traditionelle Vernissage an Ostermontag fällt natürlich wegen der Pandemie aus“, sagt Leonie Simons. „Damit  alle Interessierten bereits vor und über Ostern die Ausstellung bewundern können, hängen wir schon am Mittwoch, 24. März, auf. Offiziell ist sie von Montag, 29. März, bis zum 30. September zu sehen.“

Die bisherige Ausstellung mit Impressionen zum Internationalen Bildhauersymposium im Jahr 2019 (der TV berichtete, alle Werke sind mittlerweile rund um Welchenhausen im Dreiländereck positioniert) wandert gleichzeitig hinüber nach Stupbach ins Spritzenhaus. Zusammen mit den Biografien, Skizzen und Entwürfen der neun beteiligten Bildhauer entsteht dort ein zentraler Informationspunkt zum Symposium.

Sabine Rixen bezieht sich in ihrer Arbeit auf den griechischen Philosophen Aristoteles. Häufig verarbeitet sie dabei Dinge, die in der Gesellschaft als überflüssig, als unbrauchbar oder gar als Abfall gelten. Sie sind, so heißt es in der Ankündigung, längst „aus dem Zustand der Möglichkeit“ (bei Aristoteles: Dynamis) herausgetreten und haben ihre Wirklichkeit („Energeia“) gefunden – die beiden Begriffe bilden auch den Titel der Schau.

Sabine Rixen führe dabei „die Fundstücke aus ihrer Wirklichkeit zurück in die Sphäre der Möglichkeit. Ein Tapetenrest zum Beispiel geht durch ihre künstlerische Arbeit in eine ganz neue Wirklichkeit über, er wird Teil eines Bildes und gewinnt eine völlig andere Anmutung.“

 In Welchenhausen zu sehen: Arbeiten von Sabine Rixen.
In Welchenhausen zu sehen: Arbeiten von Sabine Rixen. Foto: privat

Auch Bewegung sei ein Hauptthema von Sabine Rixen. „Ihre Bilder vereinen Dynamik und Energie in einer besonderen und unverwechselbaren Art und Weise. Trotz der tatsächlichen Unbewegtheit der Bilder vermitteln sie dem Betrachter das Gefühl einer Bewegung, die gar nicht aufgehört hat, die gleich weitergeht.“ Rixen ist Jahrgang 1976 und  stammt aus der belgischen Eifel. Nach dem Kunstabitur verbrachte sie ein Studienjahr in Moskau, danach wechselte sie ans Institut Supérieur des Arts Plastiques Saint-Luc in Lüttich. Sie lebt und arbeitet seit 2009 als freischaffende Künstlerin in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.